00:00:01: Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.
00:00:14: Guten Abend, meine Damen und Herren!
00:00:16: In dem sowjetischen Kernkraftwerk Chernobyl ist es offenbar zu den gefürchteten Gau gekommen – den größten anzunehmenden Unfall.
00:00:24: Auch drei Tage nach dem Ausbruch ist der Nuklearbrand noch immer nicht unter Kontrolle.
00:00:29: Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS meldete zwei Menschensein ums Leben gekommen.
00:00:34: In der Nähe der Anlage würden die Bewohner evakuiert.
00:00:37: Um Chernobyl wurde eine dreißig Kilometer breite Sicherheitszone gezogen.
00:00:41: Es scheint sicher, dass der Reaktor Kern teilweise oder sogar ganz geschmolzen ist.
00:00:45: Am neunundzwanzigsten April nineteenhundertsechs und achtzig berichtete die Tagesschau zum ersten Mal über den da schon drei Tage zurückliegenden Super-Gau in Chernobyl oder wie man den jetzukrainischen Ort im Landessprache eigentlich aussprechen müsste – Chornobyl!
00:01:01: Das Klang damals noch sehr unaufgeregt, aus den zwei Toten sind später Tausende geworden.
00:01:07: Teils dauern die schweren Folgen auch an bis jetzt zum vierzigsten Jahrestag und auch in Deutschland.
00:01:14: Trotzdem gilt die Atomkraft mittlerweile manchen als Lösung für die Klimakrise.
00:01:19: Und ob sie das ist?
00:01:21: Darüber sprechen wir gleich zusammen im Klima Update.
00:01:35: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Klima Update.
00:01:38: Wir sind der Klimanachrichten Podcast von Klimareporte und der TATS, und wir sprechen hier immer über die drei wichtigsten Kliman Nachrichten der Woche!
00:01:48: Ich bin Susanne Schwarz von der Tats- und ich spreche heute mit meinem Tatskollegen Jonas Wagg.
00:01:53: Hallo Jonas!
00:02:00: Vierzig Jahre ist der Supergau von Chernobyl her.
00:02:03: Das nehmen wir zum Anlass, um über die Klimabilanz der Atomkraft zu sprechen.
00:02:07: Danach geht es um den Petersburger Klimadialog, der diese Woche in Berlin stattgefunden hat und darum ob Bundeskanzler März mittlerweile globale Klimagerechtigkeit verstanden hat.
00:02:16: Und zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf den Solarboom und auf die Frage, ob im globalen Strommix endlich die Emissionen sinken?
00:02:22: Wir haben es im Intro schon gehört vor vierzig Jahren ist im Block IV des Atom-Kraftwerks Chernobyl ein Kernreaktor explodiert was zur Freisetzung gigantischer Mengen Radioaktivität führte.
00:02:34: Laut der internationalen Atomenergieorganisation starben bei der Katastrophe unter den Folgen etwa viertausend Menschen, die Gegend um das Kernkraftwerk in der heutigen Ukraine bleibt unbewohnbar und ja auch schon kurz im Intro angedeutet.
00:02:49: auf ukrainisch heißt der Ort Chornobyl und so werden wir ihn jetzt künftig auch nennen.
00:02:53: Im Klima-Update sprechen wir darüber weil Atomkraft weiterhin als klimafreundliche Form der Energieerzeugung gepriesen wird.
00:03:00: Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO schreibt zum Beispiel Kernenergiezelle zu den saubersten Energiequellen, wenn man die gesamte Lieferkette betrachtet.
00:03:09: FahrtTP-Rollchef der internationalen Energieagentur IAA nennt Atomstrom eine Möglichkeit für den Energiesektor seine Treibhausgasemissionen zu reduzieren und hält auch deshalb Deutschlands Atomausstieg für einen historischen Fehler.
00:03:22: EU Kommissionsvorsitzende Ursula von Der Leyen Die bezeichnete beim Atomgipfel im März den europäischen Rückzug aus der Atomkraft als strategischen Fehler, denn bei der Atomenergie handele es sich um eine zuverlässige bezahlbare Quelle emissionsarmer Energie.
00:03:37: Selbst Christoph Pistner vom traditionell Atom-Kraftkritischen Ökoinstitut sagt betrachtet man ausschließlich die CO² Bilanz pro erzeugte Kilowattstunde Strom hat Atomstrom einen vergleichbaren CO² Fußabdruck wie Strom aus Wind und Sonne.
00:03:54: Damit ist gemeint, zwar entstehen beim Abbau des Uran-Zio II Emissionen.
00:03:59: Bei dessen Weiterverarbeitung zum Brennstoff auch und beim Bau des Atomkraftwerks bei dessen Betrieb und bei der Entsorgung des Mülls vor allem.
00:04:09: Aber das sind eben nicht viel mehr CO-Zweihemissionen als bei Baubetrieb und Entsorgung von Windrädern oder Solaranlagen.
00:04:15: Und auch Matthias Mir, Energieexperte beim IFO-Institut sagt dass ein AKW hervorragend zum Klimaschutz beitragen kann wenn es erst mal steht.
00:04:23: er findet sogar das Deutschland die bereits gebauten Meile abgeschaltet hat.
00:04:26: das sei ein Fehler gewesen.
00:04:27: gleichzeitig sei es aus ökonomischer Sicht schon komplett falsch gewesen die Atomkraftwerke überhaupt zu bauen denn das ist sehr sehr teuer und es gibt Alternativen wie Strom aus Wind Sonne und Wasserkraft die in Europa weniger teuer sind.
00:04:40: Das wirkt auf manche vielleicht ein bisschen eigenartig bei Atomstrom, ja oft als sehr billig im Gespräch ist und als viel billiger gilt als zum Beispiel Strom aus fossilen Quellen.
00:04:54: aber dabei werden meist die variablen Kosten herangezogen.
00:04:58: also wieviel kosten Brennstoffe Hilfsenergie Wasser und Chemikalien um die nächste Kilowattstunde zu erzeugen?
00:05:06: Und ja, zu diesem Preis kann ein AKW seinen Strom an der Strombörse anbieten.
00:05:11: Aber um die vollständigen Kosten eines Atomkraftwerks zu decken inklusive der vielen hundert Beschäftigten Ersatzteile hohen Baukosten da sind laut Matthias mir mindestens Hunderzehn bis Hundertvierzig Euro pro Megawatt Stunde nötig viel mehr als für erneuerbare.
00:05:27: verdient einen Atom Kraftwerk auf lange Sicht weniger Geld als das?
00:05:30: muss es staatlich subventioniert werden Der Bauer übrigens sowieso Weil keine Bank ohne staatliche Absicherungskredite für ein AKW gibt, das ganz vielleicht in die Luft fliegt.
00:05:43: Und über die Endlagerung vom Atombild haben wir da auch noch gar nicht gesprochen.
00:05:46: Genau, das ist natürlich immer der springende Punkt, dass wir das einfach noch nicht gelöst haben und dazu kommt eben doch das Planung, Genehmigung und Bau von Atomkraftwerken sehr lang dauern.
00:05:57: also das aktuellste Beispiel ist vielleicht das Atom-Kraftwerk Hinckley Point in Großbritannien als die britische Regierung da den nötigen Subventionen für den Bau dieses Atomkraftwerks versprach Da sollte das Kraftwerk in Betrieb gehen, dass es drei Jahre her.
00:06:14: Inzwischen ist von zwanzig dreißig die Rede mit verdoppelten Baukosten.
00:06:19: Atomkraftverteidigerinnen wie zum Beispiel die Atomenergieorganisation führen als Pro-Akw Argument auch gern die Grundlastfähigkeit von Atomkräftwerken an?
00:06:30: Also Sie können ja, wie Kohlekraftwerke auch nahezu im Dauerbetrieb laufen während Solaranlagen in der Nacht und Windräder bei Flaut eben keinen Strom erzeugen.
00:06:39: Dafür müssen wir dann eben fossile Kraftwerke oder Stromspeicher einspringen.
00:06:43: aber je mehr Strom aus Wind und Sonne kommt desto schlechter eignen sich die Atomkraftwerke fürs Stromsystem.
00:06:50: also der IFO-Experte mir sagt Zitat atomstrom funktioniert sicher und günstig nicht gut mit wind und sonne.
00:06:58: Weil Wind und Sonnenstrom billiger als Atomstrom sind, müsste man die AKW dann ständig hoch-und runterfahren.
00:07:05: Dann gehen sie schneller kaputt.
00:07:07: Bessere Alternativen, die für Windräder und Solaranlagen bei Bedarf einspringen könnten, seien zunächst noch Gaskraftwerke und später dann vor allem Batteriespeicher, Biomasse oder
00:07:16: Wasserstoff.".
00:07:17: Wenn ihr mehr darüber wissen wollt wie die Katastrophe von Chernobyl sich ausgewirkt hat auf Menschen in der Region und darüber hinaus Wie die Lage der Atomkraft weltweit ist, wie es um Endlagerentwicklung steht und ob man den Atommüll eigentlich recyceln kann.
00:07:31: Dann guckt doch diese Woche in die Wochentatz- und auf tats.de.
00:07:34: Da gibt's einen Schwerpunkt zu vierzig Jahren schon Nobel Supergau.
00:07:38: Das verlinken wir euch natürlich auch in den Shownotz.
00:07:40: Und jetzt kommen wir zum zweiten Thema.
00:07:43: In Berlin haben sich diese Woche viele Umweltministerinnen verschiedener Länder getroffen und zwar zum Petersberger Klimadialog.
00:07:50: Der Petersberger Klimadialog findet ihr seit Jahrzehnt jedes Jahr statt.
00:07:55: Inzwischen nicht mehr auf dem Bonner Petersberg, der namensgebend ist sondern in Berlin.
00:08:01: Der Gipfel soll vor den langen Klimaverhandlungen des Sommers und Herbstes im Vorfeld dieser großen UN-Klimakonferenz im November den Ministerin die Möglichkeit zum Austausch geben.
00:08:12: also da können sie sich schon mal gegenseitig informell sozusagen erzählen was ihnen dieses Jahr Wichtig ist, sie können ein bisschen Vertrauen zueinander fassen.
00:08:22: Außerdem wird deutlich worüber sich alle dann im Herbst streiten
00:08:25: werden.".
00:08:26: Auf
00:08:26: dem Petersberger Klima-Dialog kann man zu dem oft sehen vor welcher Kulisse sich die Klimaverhandlungen abspielen werden.
00:08:32: Im vergangenen Jahr war das der Wahlsieg.
00:08:33: Donald Trump seinen Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen und dann die daraus folgende Angst des Mehrländer nachziehen werden – was ja nicht passiert.
00:08:41: Dieses Jahr war ziemlich schnell klar, die fossile Energiekrise durch den Iran Krieg ist das beherrschende Thema.
00:08:46: Die Welt spüre die Auswirkungen der Energiekrise jeden Tag, sagte deshalb auch der deutsche Umweltminister Karsten Schneider von der SPD.
00:08:54: Der war ja sozusagen der Gastgeber des Gipfels und die Energiekriese zeige welche Verletzlichkeit mit einer Abhängigkeit von den fossilen Energien einheirgehe.
00:09:05: Also Zitat von Schneider... Für unsere Sicherheit und für das Klima muss der Ausbau von erneuerbaren Energien.
00:09:13: Deshalb vorangetrieben werden.
00:09:14: Christoph Bahls, der ist politischer Geschäftsführer der Umweltorganisation GermanWatch hat von einer Aufbruchsstimmung bei den Gesprächen auf dem Klippel berichtet.
00:09:22: die Diskussion seien maßgeblich getrieben von den hohen Energiepreisen weltweit.
00:09:27: viele Beschlüsse zur Beschleunigung und der Elektrifizierung der Wirtschaft seien nicht nur angekündigt worden das kennen wir ja schon sondern würden tatsächlich bereits umgesetzt Vor allem in Asien.
00:09:36: Der südafrikanische Umweltminister Willy Orkham zum Beispiel hat die absolute Hingabe Südafrikas zu den Erneuerbaren beteuert.
00:09:45: Sein Land werde inzwischen alle drei Jahre von verheerenden Überspannungen heimgesucht, Waldbrände in der Provinz Westcup würden immer heftiger und häufiger – er hat aber auch einen wunden Punkt angesprochen!
00:10:00: Die Lücke zwischen dem Geldzusagen der Industrieländer für Klimaschutz- und Anpassung.
00:10:08: Die müsste schrumpfen.
00:10:10: Das war ja schon eines der Probleme, die zu dem eher enttäuschenden Ergebnis der UN-Klimakonferenz die meisten dann ja das her tun, dann bleiben diese Länder halt isoliert.
00:10:29: Deutschland zum Beispiel hatte ja bis zu zweiundzwanzig das Ziel jedes Jahr sechs Milliarden Euro an Klimafinienzierung bereitzustellen.
00:10:36: Das hat die Bundesregierung nach eigenen Angaben und mit ein bisschen Rummengetrickse auch geschafft.
00:10:40: Aber dieses Ziel ist jetzt ausgelaufen Und ein neues Ziel gibt es noch nicht.
00:10:45: German Watch zum Beispiel hatte zehn Milliarden bis zwanzig dreißig gefordert.
00:10:49: Das alte sechs-Milliarden-Ziel hatte die damenlige Kanzlerin Angela Merkel, zweiundzwanzig auf dem Petersberger Klimadialog ankündigt.
00:10:57: Das hat der derzeitige Kandidat Friedrich Merz ihr aber nicht nachgetan.
00:11:00: Merz war allerdings immerhin vor Ort und hat auch eine Rede gehalten.
00:11:07: Er ist das zweite Mal, dass er sich über irgendwelche beiläufigen Bemerkungen hinaus wirklich zu seiner Klimapolitik geäußert hat.
00:11:15: Und das Wichtigste vielleicht zuerst mehr sagte, er stehe zu den deutschen Klimazielen und Deutschland wolle seinen fairen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
00:11:25: Er erwähnte auch, dass Deutschland zwar nur zwei Prozent der globalen CO₂-Emissionenausstoße aber einen noch geringeren Anteil an der Weltbevölkerung hat – nämlich etwa ein Prozent!
00:11:38: Diese zweite Zahl, die das ja wirklich ins Verhältnis rückt.
00:11:42: Die hat er bisher sonst immer ausgelassen und es lässt sich zumindest auslegen als versprechen, die deutschen Emissionen auf maximal ein Prozent des weltweiten CO-Zwei-Ausstoßes reduzieren zu wollen.
00:11:53: Aber – und das sagt dem Herzen auch – andere Länder sollten doch bitte ebenfalls ihren Teil leisten.
00:11:59: Also das hätte sich nicht nehmen lassen!
00:12:01: Auch auf die Verantwortung von anderen zu verweisen.
00:12:04: März hat auch darüber gesprochen, wie Klimaschutz gelingen könne – seine Meinung nach mit der Innovationskraft der Industrie.
00:12:10: Was genau damit meint, blieb unklar!
00:12:11: Denn die meisten Technologien, die wir brauchen für den Klimaschutz gibt es ja schon… also belingende Stromauswind und Sonne, Batterien, E-Autosfärmepumpen, Eisenbahnen usw.. Aber da sind wir wieder auf klassischem Märzterra.
00:12:24: Klimaschutz dürfe, Zitat, nicht unsere industrielle Basis gefährden.
00:12:28: Als wäre es nicht die Sommerhitze, die Arbeiten im Freien verhindert und für Märteüberschwemmung die Fabriken bedrohen sondern das Problem ist irgendwie zu viel Klimaschutz Und noch ein sehr märziger Merzsatz zum Klimaschuss.
00:12:39: Idealerweise wären wir schneller wenn wir könnten.
00:12:44: Wir enden mit einer guten Nachricht.
00:12:47: Letztes Jahr ist der Strom im weltweiten Schnitt klimafreundlicher geworden, die Emissionen sind in diesem Bereich leicht gesunken.
00:12:54: Das wissen wir aus einer Analyse der Denkfabrik Ember Energy.
00:12:58: Die guckt sich das nämlich jedes Jahr an und wertet die Stromerzeugung in fast allen Ländern der Welt aus.
00:13:03: Weltweit wächst zwar der Stromverbrauch Und dieser Anstieg wurde im vergangenen Jahr allerdings vollständig von erneuerbaren Energien abgedeckt größtenteils von Solarenergie.
00:13:15: Die Emissionen sanken dadurch um Nullkomma zwei Prozent.
00:13:18: Das
00:13:18: ist jetzt noch nicht die Welt, muss natürlich noch viel mehr werden aber auch auf so kleine Erfolge warten wir eben schon lange.
00:13:25: Lassen Sie mal kurz genauer anschauen wo der Strom so her kommt.
00:13:27: Vorwarnung da können wir uns eine ganze Menge zahlen.
00:13:30: Insgesamt wurden in der Welt von ca.
00:13:33: und dreißigtausend achthundert Terawattstunden Strom verbraucht.
00:13:37: Das sind etwa achthundetneunviertzig Terawatstunden mehr als im Jahr zuvor.
00:13:42: Erneuerbare Energien lieferten insgesamt vierunddreißig Prozent des Stroms, zwanzig war es noch zweiunddreißig Prozent.
00:13:49: Fossile Energieträger wie Kohle- und Gas lieferden mit siebenundfünfzig Prozent weiterhin den Großteil des Stromes.
00:13:55: Aus der Atomkraft kamen etwa neun Prozent.
00:13:58: Trotzdem Damit sankt der fossile Anteil zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie.
00:14:03: Ja, es ist ja immer so eine Frage – geht grünes Wachstum?
00:14:06: Also ist es möglich dass der Strombedarf immer weiter steigt und die Emissionen gleichzeitig sinken?
00:14:11: Die Analystinnen von Ember sagen ja genau das also dass das geht zeigen die Zahlen.
00:14:20: Tatsächlich neigt Ember bei diesen Prognosen vielleicht auch so ein bisschen zum Optimismus.
00:14:24: Also die haben auch schon zweimal prognostiziert, dass das Stromsystem weltweit emissionsmäßig vor dem Wendepunkt steht und dann ist es nicht passiert.
00:14:32: Ja eine Emissionsreduktion um nur zwei Prozent bis jetzt wie gesagt erst mal noch nicht viel.
00:14:40: und diese Prognose muss man einfach sagen sie sind schwierig denn bekanntermaßen sind die erneuerbaren eben auch Wetterabhängig, sprich es hängt gar nicht nur von der installierten Leistung ab wie deren Anteil am Strommix jetzt genau aussieht sondern eben auch von Wind und Sonne.
00:14:57: Und deshalb kann es durchaus sein dass die Emissionen beim Strom demnächst doch noch mal ein bisschen ansteigen.
00:15:03: Das stimmt aber es gibt doch auch deutliche Zeichen für strukturelle Veränderungen.
00:15:08: Die sinkenden Emission im Jahr zwanzig fünfundzwanzig gehen immer zufolge auf Entwicklungen in China und Indien zurück.
00:15:13: Beide Länder verantworteten in den vergangenen Jahrzehnten Großteile des steigenden weltweiten Stromverbrauchs, denen sie mit fossilen Kraftwerken deckten.
00:15:21: Zwar sind fünfundzwanzig Wuchsen allerdings in beiden Ländern die erneuerbaren Energien stärker als der Stromverbrach und die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen viel.
00:15:29: Ember hebt ja vor allem das exponentielle Werkstum der Solarenergie hervor Und auch bei den Stromspeichern geht es international voran.
00:15:37: Das ist ja auch in Deutschland eine Debatte.
00:15:39: Wir brauchen mehr Batteriespeicher, die Ökostrom aufsaugen sozusagen wenn gerade viel davon da ist und die ihn dann wieder abgeben, wenn Strom fehlt.
00:15:47: Und da gibt es Vorräte unter den Ländern Australien und Chile zum Beispiel, die da schon echt weit sind so dass sie sogar nachts viel Solarstrom nutzen können.
00:15:56: Du sagtest grade schon exponentielles Wachstum.
00:15:59: Unser Tatsch Kollege Lala und Sander hat sich diese Woche die Mühe gemacht Grafiken zum Solaranteil in verschiedenen Ländern über die Zeit zu erstellen Und wenn man da drauf guckt, dann ist das ganz eindrücklich wie steil diese Kurven sind.
00:16:11: In Pakistan ist der Anteil der Solar-Energie an der Stromproduktion in den vergangenen zehn Jahren zum Beispiel von Null, drei auf achtzehn Prozent gestiegen – echt krass!
00:16:19: In den Niederlanden stieg der Anteil von einem auf einundzwanzig Prozent.
00:16:24: Auch in Deutschland wo die Solarenergie schon länger ausgebaut wird hat sich der Antei von Solarstrom seit zweihundfünfzehn vertreifacht.
00:16:30: Damit sind wir am Ende unserer Folge angelangt.
00:16:33: Wenn euch unser Podcast gefällt abonniert uns gern Und lasst uns gerne eine Bewertung und Feedback da.
00:16:39: Ihr könnt uns auch eine Mail schreiben, nämlich an klimaminosupdate at klimareporter.de.
00:16:45: Zum Schluss möchten wir uns noch bei denjenigen bedanken die unsere Arbeit durch eine Spende ermöglichen.
00:16:49: Das waren in dieser Woche Wolfgang Holler, Dagmar Spies, Rainer Eiteljörge und Andreas Bohmann.
00:16:55: Danke für eure Unterstützung und ein schönes Wochenende!
00:16:57: Danke auch von mir, ciao.
00:17:09: Das Klima-Update ist ein Projekt des Klimawissen eV in Cooperation mit der TATS und der Tatspannterstiftung.
00:17:15: Es wird im Wechsel moderiert von Verena Kern, Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz – unser Produzent ist Christian Eichler!
00:17:23: Ihr könnt unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen.
00:17:26: Dazu besucht uns auf www.verein-klimawissen.de.