00:00:00: Unsere neue Luftfahrtstrategie zielt darauf ab, dass wir Deutschland nicht nur als einen starken Luftfahrtsstandort sichern und weiterentwickeln.
00:00:09: Im Zentrum unserer Strategie steht Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in einer der Zukunftsbranchen unseres Landes
00:00:18: Das verbundes.
00:00:18: Kanzler Friedrich Merz diese Woche bei der Eröffnung der internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung bei Berlin.
00:00:26: die Branche wächst Und soll es für Schwarz-Rot gern unendlich weiter tun?
00:00:31: Aber war da nicht mal was mit
00:00:33: Klimakrise?!
00:00:46: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Klima Update.
00:00:49: Wir sind ja Klimanachrichtenfodcast von Klimareporter und von der TATS, und wir sprechen immer über die drei wichtigsten Kliman Nachrichten der Woche!
00:00:59: Ich bin Susanne Schwarz ich leite das Ressort Wirtschafts- und Umwelt bei der Tats und ich spreche heute mit meiner Kollegin Verena Kern, die ist Chefredakteurin von Hallo Verena.
00:01:09: Hallo!
00:01:10: Ihr hört die Folge vom zwölften Juni, und das sind heute unsere drei Themen.
00:01:18: Zuerst gucken wir uns an wie es in deutschen Städten um Bäume- und Grünanlagen steht – damit auch um den Hitzeschutz.
00:01:27: Dann geht's um die neue Luftverkehrsstrategie der Bundesregierung.
00:01:31: Und zum Schluss haben wir noch ein Forschungsthema.
00:01:33: Es geht um die Frage, wie stark sich der Klimawandel in den letzten Jahren beschleunigt hat?
00:01:39: Genau und wir beginnen damit welche Städte bei der Vorbereitung auf Hitzewellen gut sind und welche nicht.
00:01:47: Verena, wir wohnen beide in Berlin aber an unterschiedlichen Gegenden greift ein Budget zu Hause die Drei-Dreißigdreihundertregel
00:01:54: Ich würde sagen, teilweise.
00:01:57: Also ich habe mir als drei Bräume vor dem Haus aber bei den anderen beiden Sachen da bin ich mehr nicht so sicher.
00:02:04: Ja also ohne das jetzt genau nachgemessen zu haben?
00:02:06: Ich glaube bei mir passt es schon ungefähr!
00:02:10: Also ich wohne zwar leider doch an einer recht großen Straße aber trotzdem ziemlich
00:02:15: grün
00:02:16: denn...also das ist eigentlich was diese Regel aussagt.
00:02:22: Man sieht von zu Hause aus mindestens drei Bäume, im Umfeld liegen etwa dreißig Prozent der Fläche unter Bäumen bzw.
00:02:30: ihre Kronen und die nächste Grünfläche ist nicht mehr als dreihundert Meter entfernt.
00:02:36: Und das ist es was die Deutsche Umwelthilfe oder kurz DUH als Richtwert für Städte empfiehlt.
00:02:42: also so sollte es eigentlich für alle sein.
00:02:46: Dann wer von euch in der Stadt wohnt, der hat das ganz bestimmt schon gespürt.
00:02:49: Also wenn man aus so einem stark bebauten Gebiet plötzlich auch nur unter ein paar Bäumen langläuft erst recht, wenn es dann ein ganzer Park ist da ist es direkt merklich kühler.
00:03:01: aber dass die drei dreißig Dreihundert-Regel wirklich für alle gilt, das ist noch lange nicht der Fall und das hat ja dieses jährige Hitzecheck der DUH ergeben.
00:03:10: Genau, die DUH hat sich alle hundertfünfundneunzig Städte ab fünfzigtausend Einwohnerinnen in Deutschland angeguckt und besonders schlecht schneiden die Städten Offenburg, Laar- und Mannheim ab.
00:03:25: Also das sind alles Orte in Baden-Württemberg Aber es sind keine Einzelfälle.
00:03:30: Auf der Liste der Städte, die in der Gesamtbewertung schlecht abschneiden ist der Süden und speziell der Südwesten Deutschlands wirklich sehr stark vertreten.
00:03:41: Das hätte ich wirklich nicht vermutet.
00:03:43: Eingeflossen sind drei Faktoren.
00:03:45: Einmal die Hitzebelastung, die ergibt sich wiederum aus dem typischen Wetter, der Bevölkerungsdichte, dem Grad an Versiegelungen und dem Anteil der Grünflächen an der Stadt.
00:03:57: Der zweite Faktor ist der Versiegelungstrend, also wird ausgehend vom Status quo immer mehr Naturfläche bebaut oder nicht.
00:04:07: Und der dritte Faktор ist die Fläche der Stadt, die von Baumkronen abgedeckt wird, wo es also Schatten gibt.
00:04:15: Bewertet wird nach dem Ampelprinzip mit rotem Licht, gelben und grünen Licht.
00:04:20: Da gibt es Städte wie z.B.
00:04:22: Offenburg die wirklich überall rot haben.
00:04:25: Berlin hat übrigens eine Gäbelgesamtbewertung und auch gelb bei Hitzebelastung, beim Versiegelungs-Trend aber immerhin grün bei der beschatteten Fläche.
00:04:36: also da kann man sagen in der Hauptstadt ist es noch ausbauffähig beim baulichen Hitzeschutz aber schon mal gar nicht so schlecht.
00:04:44: richtig positiv.
00:04:46: mit grüner Gesamtbewerbung schneidet fast gar keine Stadt ab zwei aber doch nämlich Wuppertal und Kiel.
00:04:55: Und ja, wenn ihr in einer Stadt mit mehr als fünfzigtausend Leuten wohnt und wissen wollt wie es bei euch mit dem Hitzeschutz aussieht dann könnt ihr in der Liste der Deutschen Umwelthilfe nachschlagen und wir verlinken die euch auch an den Shownotes.
00:05:07: Was ich eine besonders beeindruckende Zahl fand das ist die der verloren gegangenen Bäume.
00:05:15: Ja, Deutschland ist weniger grün geworden.
00:05:18: Von two-tausendachzehn bis zweitausendfünfundzwanzig sind mehr als neunhunderttausende Bäume aus den Städten verschwunden oder genauer gesagt sie wurden größtenteils gefällt damit dort gebaut werden konnte.
00:05:33: Erhoben hat das die DOH mit Satellitendaten und auch vor Ort Kontrollen Und es ist schon ziemlich krass.
00:05:42: Oder ich meine man muss sich ja vorstellen So ein Baum braucht zehn oder fünfzehn Jahre, bis er wirklich nennenswert Schatten spendet und die Luft verbessert.
00:05:52: Selbst das unbedingt nötige Neupflanzen von Bäumen hilft also logischerweise nicht sofort Und wenn da noch alte Bäume wegfallen Das ist nur schwer und langwierig wieder auszugleichen.
00:06:06: Ja es natürlich auch schwierig in ohnehin überfüllten Städten Wenn der Wohnraum eben so knapp ist.
00:06:12: dann will man natürlich auch Wohnungen schaffen und neu bauen, aber erstens gibt es natürlich auch das eine oder andere Einkaufszentrum sagen wir jetzt mal.
00:06:23: Oder irgendwelche Luxusapartments die gebaut werden also Gebäude bei denen jetzt nicht unbedingt soziale Motivation unter Notwendigkeit einsichtig ist.
00:06:33: und zweitens auch etwaige Neue Wohnungen und Quartiere sollen ja hoffentlich dauerhaft bewohnbar sein, also auch in den von der Klimakrise aufgeheizten Sommern.
00:06:45: Und die brauchen deshalb Grünflächen, Schatten- und Frischluftschneisen.
00:06:50: Wir kommen zu unserem zweiten Thema – Die Bundesregierung will das klimaschädliche Fliegen weiter fördern!
00:06:58: Das zeigt die gerade vom Kabinett beschlossene Luftfahrtstrategie.
00:07:03: Jetzt läuft ja auch gerade die ILA, die internationale Luft- und Raumfahrtausstellung hier in beziehungsweise bei Berlin.
00:07:12: Da war Kanzler Friedrich Merz von der CDU selbst vor Ort und er hat betont dass die Luftfahrt für ihn eine Schlüsselbranche ist.
00:07:21: Genau das haben wir auch im Intro schon kurz gehört und man kann es natürlich ein bisschen verstehen wenn ihr die Wirtschaft gerade in vielerlei Hinsicht stagniert.
00:07:30: ständig kommen neue immer noch weniger optimistische Konjunkturprognosen raus und dann ist da eine Branche, die doch wieder wächst oder immer noch wächst.
00:07:41: Und klar, da stützt man sich als konservativer Kanzler drauf genauso wie als konserative Wirtschaftsministerin Katharina Reichel Verkehrsminister Patrick Schneider ebenfalls CDU ist auch schwer begeistert aber beispielsweise auch Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD dem es eben um den militärischen Nutzen der Luftfahrt geht, aber das Fliegen ist bekannter Massen auch wahnsinnig klimaschädlich und deshalb gucken wir da natürlich auf die Pläne.
00:08:11: Erst mal bekräftig die Bundesregierung in ihrer Strategie des Entlastungspaket für den Luftverkehr dass der Koalitionsausschuss schon letzten November beschlossen hatte Da waren einige Bombons für die Branche drin, zum Beispiel die Rücknahme der letzten Luftverkehrssteuererhöhung der Ampel-Regierung jetzt zum ersten Juli.
00:08:34: Und grundsätzlich sollen alle Regulierungen für die branche aufgehoben werden, die nicht die EU vorschreibt also alle Vorgaben bei denen die Bundesregierung selbst entscheiden darf, die will sie abschaffen.
00:08:47: Das ist schon mal eine ganz schöne Ansage.
00:08:50: Ja, ganz schön Ganz schön krass.
00:08:53: Ja, auch könnte für die Luftfahrtunternehmen der Zugang zu staatlichen Fördermitteln vereinfacht werden?
00:09:00: Also die Bundesregierung will zum Beispiel den europäischen Flugzeughersteller Airbus bei der Entwicklung eines Nachfolgers für den Kurz- und Mittelstreckenjet A.A.Dreihundertzwanzig unterstützen.
00:09:11: Wie genau bleibt aber Waage muss man sagen.
00:09:14: In der Strategie wird beklagt dass die Luftfahrt in Deutschland vor Herausforderungen stehe weil sich die Passagierzahlen bereits seit mehreren Jahren im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich entwickeln würden.
00:09:29: Grundsein steigende Kosten, ein angespanntes gesamtwirtschaftliches Umfeld, wachsende internationale Konkurrenz und mehr geopolitische Spannungen.
00:09:40: Lass uns doch mal kurz gucken wie das eigentlich aussieht.
00:09:44: mit den Fluggastzahlen!
00:09:45: Machen wir.
00:09:47: Die sind in den vergangenen Jahren auf jeden Fall wieder gestiegen.
00:09:50: nach dem Corona-Tief, also im Jahr zum Jahr ist es im Jahr so, als es kaum Reisen möglich war.
00:09:55: Im vergangenem Jahr haben die deutschen Hauptverkehrsflughäfen mehr als zweihundert Millionen Fluggäste gezählt laut Statistischem Bundesamt.
00:10:04: Das waren dann fast vier Prozent mehr als im Jahr davor.
00:10:07: Vor Corona, also am Jahr das Jahr des Jahres, waren es tatsächlich noch mehr Leute!
00:10:12: Aber beim Auslandsverkehr nähern wir uns da dem vor Corona-Niveau schon wieder an.
00:10:18: Was es weniger gibt, sind Inlandsflüge und dann muss man sagen ist ja klar.
00:10:22: also in vielen Unternehmen haben sich Videokonferenzen etabliert.
00:10:26: Da können viele Geschäftsreisen von... keine Ahnung Berlin nach Frankfurt oder so halt einfach entfallen.
00:10:33: Und vielleicht liegt's aber auch ein bisschen am Klimabewusstsein dass zum Beispiel Privatleute für so kurze Strecken doch eher in den Zug steigen.
00:10:41: Es
00:10:41: geht durchaus auch um SAFs, das ist die Abkürzung für Sustainable Aviation Fuels also nachhaltige Flugkraftstoffe.
00:10:54: Das können Akrokraftstoffe sein aus Pflanzenmaterial oder alten Fritierfett oder so und es kann aber auch synthetische Kraftstoffe auf Wasserstoffbasis sein.
00:11:06: da will die Regierung den Markthochlauf fossieren.
00:11:11: Also genau wird sie dabei aber auch wieder
00:11:14: nicht.".
00:11:15: Ja, und dann muss man der Vollständigkeit halber auch hinzufügen... Auch die SAFs machen das Fliegen nicht vollständig klimaneutral.
00:11:23: also werden Sie getankt findet ja beim Fliegen immer noch ein Verbrennungsprozess statt und es gibt Abgase die Kondensstreifen bilden und Zirus wolken.
00:11:34: Und auch das hat einen Klimaeffekt, unabhängig von der bloßen CO-Zwei-Bilanz.
00:11:38: Trotzdem sind wir auf solche Kraftstoffe angewiesen, wenn wir in Zukunft weiter irgendwie fliegen wollen.
00:11:46: Da sagen Umweltverbände diese Luftfahrtstrategie reicht uns nicht.
00:11:51: German Watch, der ökologische Verkehrskip Deutschland und die Bundesvereinigung gegen Fluglärm Die haben sich zusammengetan und haben deshalb eigene Leitlinien für den deutschen Luftverkehr ausgearbeitet, also sozusagen einen Gegenentwurf.
00:12:05: Darin fordern sie die Bundesregierung unter anderem auf, einen konkreten Handlungsplan für klimaneutrales Fliegen bis spätestens zwei Tausend Fünfzig vorzulegen.
00:12:15: wenn also die EU-Klimaneutral werden will Deutschland eigentlich schon fünf Jahre klimaneutral gewesen sein muss.
00:12:21: Und weil eben absehbar nicht genug von diesen besseren, etwas nachhaltigeren Flugkraftstoffe da sein wird für alle Flüge soll Teil dieser Strategie eben auch sein dass das fliegen reduziert wird in dem zum Beispiel Reisen auf die Schiene verlagert werden.
00:12:39: Zum Schluss geht es um ein richtig tolles und auch sehr wichtiges internationales Forschungsprojekt das allerdings gerade einen besorgniserregenden Befund veröffentlicht hat nämlich Erde heizt sich nicht einfach nur auf, was schlimm genug wäre sondern dieser Prozess geht auch immer schneller.
00:13:00: Ja und ich will und muss jetzt aber erstmal ein bisschen Selbstkritik üben dieses Projekt das Indicators of Global Climate Change heißt es gibt's schon seit vier Jahren und des Forschungsteam liegt jedes Jahr auch einen neuen Bericht vor.
00:13:14: Aber wir haben das hier im Klima Update bislang noch nicht thematisiert Und das wollen und müssen wir jetzt unbedingt nachholen.
00:13:23: Worum geht es denn eigentlich?
00:13:25: Ja, zur Ehrenrettung muss man sagen auch Klimareporter hat schon berichtet und die Tats auch.
00:13:29: also zum Beispiel basiert unsere CO-Zwei Uhr seit Jahren unter anderem auf diesen Indicators.
00:13:36: aber genau lass uns mal kurz ausfohlen worums geht.
00:13:41: Die sind eine große Metaanalyse, die also viele Studien zusammenfasst und synthetisiert.
00:13:47: So dass wir alle einen Überblick zum aktuellen Stand der Klimakrise bekommen.
00:13:51: In noch größerem Stil ermöglicht das ja der Weltklimarad IPCC, der alle fünf bis zehn Jahre Berichte zum menschengemachten Klimawandel, also die sogenannten Sachstandsberichte veröffentlicht, die bilden dann den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand ab.
00:14:09: Und diese Berichte Unglaublich umfangreich.
00:14:12: Mehrere Tausend Seiten, mehrere Teilberichte, mehrere Arbeitsgruppen.
00:14:17: also steckt sehr viel Arbeit drin.
00:14:19: Hunderte von AutorInnen weltweit sind beteiligt.
00:14:23: aber weil der Klimawandel wie jetzt eben diese aktuelle Bericht wieder mal zeigt sich beschleunigt gibt es eben schon seit längerem Stimmen die sagen eigentlich wäre's besser wenn so ein Update eben häufiger geben würde, also wenn die Zeitspanne zwischen diesen Sachstandsberichten kürzer wäre.
00:14:43: Einfach damit Politik und Gesellschaft möglichst zeitnah darüber informiert werden können wo wir gerade stehen in der Klimakrise?
00:14:50: Ja genau!
00:14:50: Aber weil der Aufwand für diese Sachstandspeichte eben so groß ist zeichnet sich das nicht ab dass die Zeitspanne zwischen den Berichten deutlich verkürzt werden kann.
00:15:02: Deshalb haben sich ForscherInnen vor ein paar Jahren zusammengetan und dieses wirklich wichtige Projekt gestartet, um diese zeitliche Lücke zu füllen.
00:15:13: Seit Jahrzehnte veröffentlichen sie jetzt jedes Jahr so eine Art Kleidensachstandsbericht könnte man sagen.
00:15:22: Damals waren Fünfzig Wissenschaftlerinnen beteiligt heute.
00:15:26: Beim mittlerweile vierten Bericht sind es schon über siebzig Klimaforschende, darunter viele IPCC-AutorInnen also das heißt also Leute mit viel Expertise.
00:15:37: Genau die Berichte sind ja logischerweise nicht so umfangreich wie die IPCC Sachstandsberichte.
00:15:43: Das können Sie gar nicht sein dass wir einfach nichts zu schaffen aber sie konzentrieren sich eben auf die wichtigsten Klimaindikatoren, an denen man sehr gut ablesen kann wie sich das Klimasystem von Jahr zu Jahr verändert und eben zunehmend in den roten Bereich
00:15:58: kommt.
00:15:58: Schauen wir uns mal die Ergebnisse des neuen Berichts an.
00:16:03: Da werden insgesamt zwölf Indikatoren berücksichtigt.
00:16:07: Das sind so Sachen wie viele Treibhausgase ausgestoßen werden Wie hoch die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist wie viel Kohlenstoffbudget noch bleibt, wie sich der Meeresspiegelanstieg entwickelt.
00:16:24: Ja und zum ersten Mal wird auch berücksichtigt in diesem aktuellen Bericht, wie viele Tage mit marinen Hitzewellen es mittlerweile gibt – also Hitze Wellen in den Ozean.
00:16:35: Die Forscherinnen schauen sich an was sich bei diesen Indikatoren verändert hat im Vergleich zu dem letzten Sachstandsbericht des IPCC Und zwar geht es da um den Bericht der Arbeitsgruppe I, der den wissenschaftlichen Erkenntnisstand darstellt und im August twenty-oneundzwanzig veröffentlicht wurde.
00:16:57: Und in diesen wenigen Jahren die seit dem vergangenen sind sieht man bei fast allen Indikatoren eine deutliche Verschlechterung, ne deutlige Beschleunigung.
00:17:06: Besonders deutlich ist das bei den Tagen mit marinen Hitzewellen Im IPCC bericht von zwei tausend einundzwenzig.
00:17:13: Da war noch von sechsunddreißig Tagen im Jahr die Rede.
00:17:17: Und jetzt sind es schon achtundfünfzig, also echt eine starke Steigerung beim sogenannten Energie-Ungleichgewicht.
00:17:24: Das ist natürlich volles Unworte.
00:17:26: man könnte und sollte vielleicht auch besser von einem globalen Hitzeüberschuss reden.
00:17:34: Da gibt's eine massive Steigerungen von gut vierzig Prozent das Kohlenstoffbudget, der es noch bleibt um wenigstens mit einer Fifty-Fifty Chance das einst Komma fünf Grad Limit dauerhaft noch einhalten zu können.
00:17:49: Das ist von Fünfhundert Gigatonnen Anfang Zwei-Tausendzwanzig auf nur noch Hundertdreißig Gigatronen Anfang ZweittausendzechsundzwanzIG geschrumpft, also den Rückgang um fast drei Viertel.
00:18:00: die ForscherInnen schätzen dass in den nächsten vier Jahren des Eins Komma fünfe Grad Limits Entsprechend auch wirklich perduös.
00:18:07: Ja, das sind alles keine guten Nachrichten aber um es nochmal zu sagen Es geht nicht darum Angst zu verbreiten oder Alarmstimmung oder was ähnliches sondern es geht darum ein möglichst klares realitätsnahes Bild zu haben was los ist und was Sache ist damit Politik und Gesellschaft sich darauf einstellen und möglichst gute Entscheidungen treffen können wie wir mit dieser Gefahr umgehen und wie wir am besten Vorsorge treffen können.
00:18:37: Das war das Klima Update für diese Woche!
00:18:39: Wenn euch der Podcast gefällt, abonniert uns gern und lasst uns eine Bewertung und Feedback da.
00:18:44: Ihr könnt auch eine Mail schreiben nämlich an klimaminusupdate at klimareporter.de.
00:18:51: Und zum Schluss möchten wir uns noch bei denjenigen bedanken die unsere Arbeit durch eine Spende ermöglichen.
00:18:57: Das waren in dieser Woche Gerd Berning und Kasper Nickel.
00:19:01: Danke dafür, ein schönes Wochenende!
00:19:04: Danke auch von mir!
00:19:06: Ciao!
00:19:06: Tschüss!
00:19:36: www.verein-klimawissen.de.