00:00:00: Die Klima-Strategie der Bundesregierung wirkt.
00:00:02: Sie funktioniert, die Mittel sind da und sie werden eingesetzt – die Kommunen und die Länder greifen ineinander.
00:00:08: Wir haben es mit einer extremen Situation zu tun.
00:00:12: Es ist ein extremes Wetter, wer wissen das?
00:00:14: Und eine Chefsache wird das Wetter nicht ändern.
00:00:16: Deswegen müssen wir die Anstrengungen verstärken, dass ineinandergreifen der Maßnahmen.
00:00:22: Das war Regierungsprecher Stefan Cornelius.
00:00:25: Er wurde nach der Hitzewelle im Juni gefragt, ob das Thema Hitze nicht zur Chefsache des Bundeskanzlers werden müsse.
00:00:41: Hi und herzlich willkommen zu einem neuen Klima-Update!
00:00:44: Wir sind der Klimanachrichten-Podcast von Klimareporter und der TATS und wir sprechen über die drei wichtigsten Kliman Nachrichten der Woche.
00:00:51: Ich bin Katharina Schubkowski von der Tats und spreche heute mit meiner Kollegin Sandra Kirchner vom Klimareporter.
00:00:57: Hallo, ihr hört die Folge vom zehnten Juli.
00:01:01: und das sind heute unsere drei Themen.
00:01:03: Die Bundesregierung schrumpft den Klima- und Transformationsfonds um zwei Kommasieben Milliarden.
00:01:09: Im Juni sind in Deutschland innerhalb einer Woche viertausend dreihundert Menschen an Hitze gestorben also mehr als beim Erdbeben im Venezuela.
00:01:18: Ja und am Ende geht es um Deutschland, dass sich als Verteidigerin der Tiefsee darstellt.
00:01:24: Aber gleichzeitig die Ausbeutung der Meeresböden mit Millionen
00:01:28: vorantreibt.".
00:01:29: Die
00:01:29: Bundesregierung hat Anfang dieser Woche den Entwurf ihres Haushalts für twenty-seven zwanzig beschlossen.
00:01:35: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD will Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds in den Kernhaushalt stecken – und für Zwecke verwenden, die nichts mit Klimaschutz zu tun haben!
00:01:46: Protest gegen das Vorhaben kommt von der Opposition und Umweltverbänden.
00:01:51: Der umfangreiche und mehrjährige Maßnahme für einen ganz bestimmten Zweck finanzieren soll, nämlich Klimaschutz.
00:02:18: Und die Ampel hat den Form dann in dem Jahr-Zwei-Tausend-Zwanzig reformiert.
00:02:23: Er wurde im Klima- und Transformationsfonds unbenannt und auch sein Zweck wurde erweitert.
00:02:28: Also neben Energie- und Klimaprojekten soll ja auch den Umbau hin zu einer dekarbonisierten Wirtschaft finanziern.
00:02:35: Außerdem wollte die Ampel ungenutzte Kreditmittel aus der Corona-Pandemie in den Fonds verschieben, was dann aber später vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig abgelehnt wurde.
00:02:48: Allerdings sind beim KTF schon auch ausgaben hinzugekommen, die jetzt nicht unbedingt etwas mit Klimaschutz zu tun haben zum Beispiel die Förderung der
00:02:59: Mikroelektronik.".
00:03:00: Und jetzt will eben der Finanzminister zwei Komma sieben Milliarden Euro aus dem KTF in den Kernhaushalt für das nächste Jahr verschieben?
00:03:08: Aus dem Finanzministerium heißt es dazu, der KTF könne einen maßvollen Beitrag für die Konsolidierung des Haushalts leisten.
00:03:17: Und der Betrag könnte in den kommenden Jahren sogar noch steigen – denn die Bundesregierung rechnet mit steigenden Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel.
00:03:26: Stromerzeuger, die energieintensive Industrie sowie Firmen des innereuropäischen Flugverkehrs und See-Verkehrs kaufen ja dann für ihren CO²-Ausstoß Emissionszertifikate.
00:03:37: Noch mehr Geld bringt übrigens der nationale Emissionshandel für fossile Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel.
00:03:44: Und seit dem vergangenen Jahr erhält der KTF zusätzlich jährlich zehn Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur- und Klimaneutralität.
00:03:53: Wenn jetzt aber das Finanzministerium Mittel aus dem KTF für den Bundeshaushalt verwendet, dann muss ja vorher sparen.
00:04:00: – das Finanzministerium hat zwar gesagt, dass es bereits versprochene Förderungen nicht gekürzt werden sollen, also wer zum Beispiel Geld vom Staat für den Tausch einer fossilen Heizung oder eine energetische Sanierung zugesagt bekommen hat.
00:04:16: Der bekommt das Geld auch ausgezahlt.
00:04:19: aber welche Förderprogramme tatsächlich gekürzen werden sollen?
00:04:23: Das steht derzeit noch nicht fest.
00:04:25: Schon fest steht aber dass die Bundesregierung die Förderung für effiziente Gebäude ändern wird und zwar schon ab Mitte Juli.
00:04:34: Also, da geht es um Heizungstausch und energetische Sanierung von Gebäuden.
00:04:38: Die schwarz-rote Koalition sieht vor, dass von der Förderung mehr Einkommensschwachehaushalte profitieren – also die Förderungen für Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter dreißigtausend Euro soll steigen.
00:04:50: Das klingt natürlich erstmal gut aber insgesamt wird die Heizungs- und Sanierungsförderung langfristig sinken.
00:04:56: das zeigen Pläne der Bundesregierung, die am Mittwoch bekannt geworden sind.
00:05:00: Lagt das Fördervolumen für effiziente Gebäude im vergangenen Jahr noch bei rund fifteen Komma drei Milliarden Euro soll es bis Zwei-Tausend Dreißig auf knapp zehn Milliarden Euro zurückgehen.
00:05:11: Also, dass ist eine Reduzierung von mehr als einem Drittel und das innerhalb von nur fünf Jahren.
00:05:16: ja
00:05:16: darüber zeigen sich unter anderem die Grünen verärgert.
00:05:19: Denn die schwarz-rote Koalition hat ja bei Regierungsantritt erklärt, dass sie zwar das Gebäude-Energiegesetz reformieren will, die Förderkulisse aber bis im Jahr und zwei Tausend neunundzwanzig beibereiten will.
00:05:31: Und das ist eigentlich ein doppeltes Problem denn wenn weniger Geld für die Transformation des Gebäudesektors zur Verführung steht dann werden ja einerseits die Klimaziele im Gebäudesektor nicht erreicht der gehört zu den Sorgenkindern in Deutschland Und auf der anderen Seite ist es auch für die Menschen ein Problem.
00:05:50: Neugebaute Häuser sind in der Regel gut gedämmt und haben häufig schon eine Wärmepumpe, aber Menschen, die eben in Bestandsgebäuden leben, denen ist damit natürlich nicht geholfen.
00:06:01: Sie schwitzen im Sommer in schlechtgedämmten Gebäuden und frieren im Winter und müssen sich dann noch auf steigende Heizkosten für fossile Brennstoffe einstellen.
00:06:11: Tragisch ist diese Senkung und das Abzwang von Mitteln auch deshalb, weil es ja durchaus noch andere Möglichkeiten gäbe die Löcher im Bundeshaushalt zu stopfen.
00:06:21: Die Ausgaben sollen insgesamt steigen also für das nächste Jahr plant Finanzminister Klingweil mit Ausgabe von fast fünfhundertfünfzig Milliarden Euro.
00:06:30: Das sind sechs Prozent mehr als noch in diesem Jahr.
00:06:33: Und dann sollen auch noch neue Schulden in Höhe von zweihundert drei Milliarden Euro aufgenommen werden.
00:06:38: Viele Ministerien müssen trotzdem sparen, eine Ausnahme ist da vor allem der Verteidigungs-Ital.
00:06:45: Der bekommt rund ein Drittel mehr als noch im Jahr zwanzig.
00:06:49: Aber es gibt auch noch anderes Einsparpotenzial.
00:06:52: Jedes Jahr subventioniert Deutschland nämlich die Nutzung fossiler Energieträger und andere umweltschädliche Aktivitäten mit staatlichen Vergünstigungen in Milliardenhöhe, nämlich mit etwa ... etwa ... sixty-Milliarden Euro pro Jahr.
00:07:05: Da könnte man ja ein bisschen sparen!
00:07:07: Ja
00:07:07: wir gehen weiter zu unserem nächsten Thema.
00:07:09: Wir haben in den vergangenen drei Ausgaben das Klimaupdates schon über die Hitze im Juni gesprochen Und wir wollen das heute zum dritten Mal tun, denn während Teile der Politik das Thema glatt weg ignorieren zeigen Datenauswertungen und Studien wie gefährlich die Hitzewelle tatsächlich war.
00:07:28: Aber zunächst sprechen wir erst einmal über die Juni.
00:07:32: Auswertung des EU-Klimadienstes Copernicus.
00:07:35: Der
00:07:35: Juni war in Westeuropa der heißeste Monat seit Beginn der Messungen.
00:07:39: Die Durchschnittstemperatur lag bei ... Das sind drei Grad über dem Juni-Durchschnitt der Jahre ... Für ganz Europa und auch weltweit war es der zweitwärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnung.
00:07:55: Eingrund dafür sind die außergewöhnlich hohen Temperaturen der Meere, das ist problematisch weil warme Meere mehr Wärme und Feuchtigkeit an die Atmosphäre abgeben so dass dem Wetter mehr Energie zur Verfügung steht Und in der Folge können Hitzewellen starker Stürme häufiger und intensiver auftreten.
00:08:12: Außerdem leiden viele Meerestiere unter den hohen Wassertemperaturen.
00:08:16: Aber auch für viele Menschen waren die heißen Tage Ende Juni belastend oder sogar tödlich.
00:08:24: nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts sind in diesem Sommer schon ... Zwanzig Menschen an den Folgen von Hitze gestorben und damit liegt diese Zahl bereits jetzt höher als in jedem der letzten drei vergangenen Jahre.
00:08:42: Allein in der Woche vom Zweizwanzigsten bis Achtenzwanzigste Juni waren es viertausend dreihundertzehn Todesfälle, ja und mehr als achtzig Prozent der Hitze Toten seien älter als seventy-fünf Jahre gewesen.
00:08:56: Bei den Zahlen vom Robert Koch-Institut handelt es sich um statistische Auswertungen.
00:09:00: Dafür werden die Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamts und Wetterdaten des Deutschen Wetter-Dienstes ausgewertet, zwar können extreme Temperaturen direkt zum Tod führen – z.B.
00:09:11: durch einen Hitzschlag.
00:09:13: Häufig verschlimmert Hitze aber bestehende Krankheiten wie Herzkreislauf oder Atemwegserkrankungen.
00:09:18: Die Menschen sterben also meistens an einer Kombination von Faktoren wie Vorerkrankung und Hitze.
00:09:25: Deshalb wird Hitze auf Totenscheinen oft nicht als eigentliche Todesursache genannt.
00:09:29: Die tatsächliche Zahl der Hitze-Toten lässt sich also nur
00:09:32: schätzen.".
00:09:33: Und das RKI sagt deshalb auch, die Folgen der Hitzelwelle im Juni könnten auch noch größer sein.
00:09:39: nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes starben in der heißen Woche vom Zweihnzwanzigsten bis Achtenzwanzigstem Juni rund sechstausend achthundert Menschen mehr als normalerweise in dieser Jahreszeit zu erwarten gewesen wäre.
00:09:53: Fachleute nennen das Übersterblichkeit und in Deutschland ist es eigentlich so, dass mehr Menschen im Winter sterben als im Sommer.
00:10:00: Aber an besonders heißen Tagen dreht sich das um und dann steigt auch die Zahl der Todesfälle deutlich
00:10:06: an.".
00:10:07: Die grünen Fraktionschefin Katharina Dröge forderte Bundeskanzler Friedrich Merz auf ein Sofortprogramm gegen die Hitze aufzulegen.
00:10:14: Besonders Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und Schulen müssten besser geschützt werden.
00:10:19: Die deutsche Umwelthilfe drängt auf einen Hitze-Krisengipfel.
00:10:23: Greenpeace fordert mehr Geld für Städte und Gemeinden, damit sie ihre Infrastrukturen an Hitze anpassen können – also für mehr Grünflächen sorgen und Bäume pflanzen, aber auch kühle Aufenthaltsorte für ältere Schaffen oder Schulhilfe
00:10:35: beschatten.".
00:10:36: Und auf die Frage was der Bund angesichts der extremen Hitze tun kann hat ein Sprecher des Umweltministeriums direkt nach der Hitzewelle gesagt ... Der hat auf die federale Struktur Deutschlands verwiesen.
00:10:48: Das soll heißen, zuständig sind also vor allem Städte und Gemeinden nicht der Bund Und außerdem seinen Jahrzehn Milliarden aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität auch für Anpassung gedacht.
00:11:00: Wir kommen zum letzten Thema.
00:11:01: In der letzten Juli Woche startet in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston Die Konferenz der internationalen Meeresbodenbehörde.
00:11:10: Auch Deutschland wird mit neuen VertreterInnen vor Ort sein Und das nehmen wir zum Anlass, um mal darauf zu gucken.
00:11:16: was ist diese Behörde überhaupt?
00:11:17: Wie ist die aufgestellt und womit beschäftigt sich die Sicht der Zeit.
00:11:22: Dann wollen wir auch noch auf eine Greenpeace-Recherche zu sprechen kommen, die gerade am Donnerstag veröffentlicht wurde und in ziemlichem Widerspruch zur Deutschlands offizieller Position beim Tiefseebergbau
00:11:32: steht.".
00:11:33: Die Tiefsee macht gut sechzig Prozent der Erdfläche aus – erforscht sind davon aber nicht mal null Komma Null Null ein Prozent!
00:11:41: Wahrscheinlich sind noch eine Million völlig unbekannter Arten dort unten.
00:11:45: Das Problem, es gibt da unten wertvolle Rohstoffe zum Beispiel seltener Erden und Metalle unter anderem Manganknollen.
00:11:53: das habt ihr sicher richtig schon öfter gehört.
00:11:57: Das sind so Klumpen, die in sechstausend Meter tiefer auf dem Grund liegen und enthalten neben Mangan eben Nickelkupfer und Kobalt also Metalle, die zum Beispiel in der Elektroindustrie sehr gefragt sind.
00:12:10: Die dürfen im Moment nur beforst aber nicht abgebaut werden weil das den Meeresboden schädigen
00:12:16: könnte.".
00:12:16: Grundsätzlich ist Tiefseebergbau derzeit nur eingeschränkt erlaubt – zum Glück!
00:12:21: In den eigenen Küstengewässern eines Landes gelten natürlich die Landesgesetze, aber für die internationalen Gewässer ist eben die Meeresbodenbehörde zuständig.
00:12:30: Die wurde in twoinachtzig von den Vereinten Nationen gegründet und die wäre auch dafür zuständig ein verbindliches Regelwerk in internationalen Gewässern zu erarbeiten, wer man es denn möchte.
00:12:45: Das ist auch schon lange geplant aber Ergebnisse sind derzeit nicht so richtig im Sicht weil sich die Mitgliedsstaaten sehr uneinig sind was zum Beispiel Umweltstandards usw.
00:12:56: angeht.
00:12:57: für die Tiefsee und damit für das Weltklima ist es natürlich gut Umweltorganisation sagen, es kann keinen Regelwerk für einen Abbau geben.
00:13:06: Dass den Meeresboden wirklich schützen
00:13:08: würde.".
00:13:09: Allerdings versuchen Firmen wenig überraschend die Behörde zu umgehen und US-Präsident Donald Trump kommt ihn da auch entgegen und hat im vergangenen Jahr per Dekret verfügt dass die USA einfach eigenständig tiefsee Bergbaulizänzen vergeben.
00:13:24: Die Meeresbodenbehörde hat auch schon angekündigt, dagegen vorzugehen.
00:13:27: Wenn sich einzelne Unternehmen dann über die internationalen Regularien hinwegsetzen?
00:13:32: Auf der einundbreißigsten Jahreskonferenz in Juli wird es darum gehen weiter Über Abbauregelungen zu verhandeln.
00:13:38: Es gab im März schon eine Vorrunde der Konferenz.
00:13:41: Da wurde ebenfalls über das Thema verhandelt.
00:13:44: Aber weil die Differenzen eben so groß sind wurde einiges vertagt.
00:13:48: Konkret geht es um Umweltverträglichkeitsprüfungen, Überwachungskontrollen und Sanktionsmöglichkeiten.
00:13:53: Haftungsfragen den Schutz von Küstenstaaten und den Umgang mit Testbergbau.
00:13:59: Unter den Mitgliedsstaaten gibt es eine Fraktion von dreiundvierzig Ländern die sich für ein Moratorium aussprechen also für eine Pause in der eben nicht weiter daran gearbeitet wird den Abbau voranzubringen.
00:14:12: Diese Fraktion aus drei vierzig Staaten setzt sich sogar dafür ein, dass kommerzieller Tiefsebergbau nicht genehmigt wird.
00:14:18: Sofern das Regelwerk nicht sicher stellt, dass die Umwelt vor den Auswirkungen von Tiefseebergbau geschützt werden kann.
00:14:24: Dieser
00:14:24: Forderung hat sich die Bundesregierung im Jahr zwei tausend zwanzig angeschlossen also die Ampel Koalition damals aber auch der aktuelle Umweltminister Carsten Schneider von der SPD hat gerade erst letzte Woche bei der Nachhaltigkeit Konferenz in Hamburg diese Positionen.
00:14:42: Das heißt, offiziell ist die Bundesregierung seit vier Jahren gegen die Ausbeutung der Meeresböden und auch ziemlich laut und entschieden.
00:14:50: Also Deutschland beansprucht dafür sich so eine Art Vorreiterrolle – aber Greenpeace hat gerade eine umfangreiche Recherche vorgelegt, die was ganz anderes zeigt!
00:14:59: Und zwar legen die Recherchen nahe, dass Deutschland unter dem Deckmantel der Forschung die AusBeutung von Böden vorbereitet mit Millionen.
00:15:07: Ja wie das?
00:15:08: Deutschland hat zwei Lizenzen.
00:15:10: Die internationale Behörde vergibt diese Lizenzen ja für die Erforschung der Meeresböden.
00:15:15: Die betreffen einmal ein Gebiet im indischen Ozean, da geht es um massiv Sulphide und einen sympathifischen Ocean – da geht's um Manganknollen!
00:15:23: Für beide Lizencen ist die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zuständig, die dem Wirtschaftsministerium untersteht.
00:15:31: Und diese Bundesgesellschaft treibt Abbautests voran, obwohl sie eben nur Forschungslizenzen hat, die das gar nicht unbedingt vorsehen.
00:15:39: Dafür suchte sich internationale Partner, also z.B.
00:15:42: Unternehmen die am Abbau interessiert sind und treibt so zum Beispiel mit einem US-kanadischen Startup den Abbau von Manganknollen im Pazifik aktiv voran.
00:15:53: Weil die deutsche Industrie sich für die Manganknullen aber gar nicht so sehr interessiert macht man es dann halt mit den USA und Kanada.
00:16:00: Sehr wohl interessiert sich die deutsche Industrie allerdings für Massiv-Sulfite im indischen Ozean.
00:16:05: Da kooperiert diese Bundesgesellschaft mit dem deutschen Maschinenbauunternehmen Bauermaschinen GmbH, um deren Schlitzwand Frästechnologie für den Einsatz in der Tiefsee weiterzuentwickeln?
00:16:18: Ja
00:16:18: da werden also öffentliche Gelder mehrere hundert Millionen in die Weiterentwicklung von Technologien gesteckt, den Meeresboden auszubeuten, während sich Deutschland gleichzeitig hinstellt und sagt wir sind für ein Moratorium und unterstützen keine Anträge zur Ausbeutung der Meeresbilden.
00:16:37: Ein bisschen könnte man ja da den Eindruck gewinnen, Deutschland ist so lange gegen die Erlaubnis solcher Abbau-Genehmigung bis es selbst die passende Technologien dafür entwickelt hat oder auch an irgendwelchen Unternehmen anderer Länder beteiligt ist, die solche Technologin entwickeln.
00:16:55: Ja, da kann man nur sagen Danke Greenpeace Investigator Tief für diese Recherche und gutes Timing so direkt vor der Konferenz.
00:17:02: Das wirft auf jeden Fall ein etwas anderes Licht auf die deutsche Delegation!
00:17:08: Vielen Dank fürs Zuhören für eure Aufmerksamkeit.
00:17:11: Wenn euch der Postcast gefällt, abonniert uns gerne und lasst uns eine Bewertung da und gebt uns auch gerne Feedback.
00:17:17: Ihr könnt zum Beispiel eine Mail schreiben an klimaminusupdate at klimareporter.de.
00:17:21: Und
00:17:21: zum Schluss möchten wir uns bei allen bedanken, die das Klima-Update mit einer Spende unterstützen.
00:17:27: In dieser Woche geht unser Dank an Christoph Karkossa.
00:17:30: vielen Dank und tschüss!
00:17:31: Danke, ciao!
00:17:44: Das Klima-Update ist ein Projekt des Klimawissen
00:17:46: eV in Kooperation mit der TATS und der Tatspantastiftung.
00:17:50: Es wird im Wechsel moderiert von Verena Kern,
00:17:52: Sandra Kirchner,
00:17:53: Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz – unser Produzent ist Christian Eichler!
00:17:58: Ihr könnt unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen.
00:18:00: Dazu besucht uns auf www.verein-klimawissen.de.