00:00:00: Es brennt!
00:00:01: Das ist die neue Klimarealität.
00:00:03: Zehntausende müssen im Süden und Westen Europas evakuiert werden, die Brände sind kaum in den Griff zu bekommen.
00:00:09: Auch in Deutschland gibt es häufiger Feuerwetter.
00:00:12: Was das is?
00:00:13: Und wie wir uns besser vorbereiten können Darüber sprechen wir heute im Klima Update.
00:00:30: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Klima-Update.
00:00:33: Wir sind der Klimanachrichten Podcast von Klimareporter und der TATS.
00:00:38: Und wir sprechen hier über die drei wichtigsten Kliman Nachrichten der Woche!
00:00:43: Ich bin Susanne Schwarz, ich leite das Ressort Wirtschafts- und Umwelt bei der Tatsch.
00:00:47: Und ich spreche heute mit Verena Kern, Sie ist Chefredakteurin von Klima Reporter.
00:00:52: Hallo!
00:00:53: Hallo Susanne!
00:00:54: Ihr hört die Folge vom einunddreißigsten Juli, Und das sind heute unsere drei Themen.
00:01:04: Zuerst beschäftigen wir uns mit den extremen Waldbränden in Frankreich, Spanien und weiteren Ländern der Mittelmeerregion – und mit dem Klimawandel zu tun hat.
00:01:16: Dann geht es um die extreme Profite, die große Öl- und Gaskonzerne als Folge des Irankriegs einfahren.
00:01:25: Und zum Schluss haben wir noch eine gute Nachricht.
00:01:27: Es gibt nun endlich ein Recht auf Reparatur, was das bedeutet und wo es noch einige Kritikpunkte gibt – darüber reden
00:01:36: wir gleich!
00:01:37: Ja in vielen südeuropäischen Ländern lohnen extreme Feuer, ganze Orte werden geräumt, Zehntausende Menschen evakuiert.
00:01:45: Frankreich Spanien Griechenland Türkei Italien also vor allem die europäische Mittelmeerregion ist betroffen Aber auch in Deutschland gibt es Brände, wenn bisher nicht so großflächig und dramatisch.
00:01:59: Vor kurzem hier bei uns in der Nähe zum Beispiel, also in der nähe von Berlin im Jüterburg auf einem ehemaligen Militärgelände oder gerade in Heinburg-Heinstadt in Südhessen – das hat natürlich mit dem Klimawandel zu tun!
00:02:13: Genau!
00:02:14: Teilweise gibt's da sogar schon ganz aktuelle Forschungsergebnisse.
00:02:19: Die extremen Brände in Frankreich sind durch die Klimakrise mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden.
00:02:27: In Spanien sogar zwanzigmal so wahrscheinlich, echt krass!
00:02:31: Das hat die Gruppe World Weather Attribution ermittelt gerade jetzt.
00:02:36: und ganz allgemein ist es so dass Tage mit Feuerwetter im weltweiten Schnitt zunehmen.
00:02:43: Feuerwitter das heißt... Es ist heiß, es ist trocken, es is windig.
00:02:47: Denn diese Kombination, die macht Brände so gefährlich.
00:02:52: Lässt sie sich besonders krass ausbreiten?
00:02:55: Die Anzahl solcher Tage mit einem extrem hohem Waldbrandrisiko hat sich weltweit in weniger als fünfzig Jahren fast verdreifacht!
00:03:04: Da gab es Anfang des Jahres eine Studie, die ist im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht worden Und die AutorInnen, die schreiben auch der Anstieg ist zu großen Teilen eben auf den von Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen.
00:03:18: Genau zwischen neunzehnhundertneunundsebzig und neunzenhundertvierundneunzig gab es laut der Studie jährlich durchschnittlich zweizwanzig Tage mit Feuerwetter – zwanzig, so nicht wenig!
00:03:33: Die Dreiundzwalsche und Vierundzwanzig sei die Zahl aber auf über Sechzig Tage gestiegen.
00:03:41: Ja, das ist wirklich sehr viel!
00:03:43: Was?
00:03:44: überall auf der Welt gibt es diesen klaren Aufwärtstrend ganz besonders stark betroffenes Südamerika?
00:03:51: Es gibt eine Ausnahme in Südostasien da war ein Rückgang der Feuerwetter-Tage zu verzeichnen.
00:03:59: Interessant oder?
00:04:03: Ja, ob und wie stark es brennt.
00:04:04: Das hängt by the way natürlich nicht nur vom Wetter ab.
00:04:08: also in Ländern im sub-saharischen Afrika zum Beispiel da gibt's auch durch den Bevölkerungswachstum immer mehr Zersiedlung und das hat sicherlich etliche ökologische Effekte auch negative.
00:04:20: aber was Brände angeht die breiten sich dann halt einfach nicht so aus wenn da nicht nur auf eine Savanne mit ganz viel brennbare Material ist sondern eben hier und da auch ne Straße oder auch Ecker, die zwar gut brennen.
00:04:37: Aber deren Besitzerinnen sehen natürlich viel mehr überwachen als das jetzt in der Natur der Fall wäre.
00:04:42: Ja und dann entsteht Feuer ja gar nicht so oft auf natürliche Weise wie sagen wir durch Blitzeinschläge sondern vor allem durch menschliches Zutun.
00:04:54: ich denke es ist auch durch Studien abgesichert.
00:04:59: Da gibt es Unfälle wie durch klimmende Zigarettenstummel, da gibt's aber auch Brandlegungen und vor allem systematische Brandrohdung.
00:05:10: Im prasselianischen Amazonas Regenwald sind die Brände zwanzig fünfzwanzig zum Beispiel auf ein historisches Tief zurückgegangen.
00:05:19: Ja das lag dann Über noch bei gut drei Millionen Hektar ist auch eine Riesenfläche, aber das ist die bislang kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnung in three-and-ein-achtzig.
00:05:31: Das hat das Überwachungsnetzwerk MAP Biomars kürzlich mitgeteilt.
00:05:36: zum Vergleich im Vorjahr sind knapp sechzehn Millionen Hekta abgebrannt eben Amazonas Regenwald.
00:05:44: Das war der bisherige Höchststand.
00:05:48: Ja damals hatte eine wirklich beispiellose Dürre in die Ausbreitung von den Bränden wiederum befördert und dann kam die Regenzeit verspätet.
00:05:58: Aber sie kam, sie verlagerte sich also noch in das Jahr zwanzigundzwanzig rein und hat da wiederum dann Brandrodungen in manchen Gebieten verhindert.
00:06:07: Und genau da auch weniger Waldflächen abgeholzt wurden stand weniger Brennmaterial zur Verfügung und dann hat wohl auch des Ausmaß der Brände dermaßen geschockt, dass viele mitgeholfen haben das Ausbreiten neuer Brände zu verhindern.
00:06:24: Also das ist zumindest das Fazit, dass mehr Biomas da zieht.
00:06:30: der aktuell amtierende Präsident Lula de Silva hat sich den Waldschutz und auch den Kampf gegen illegale Rodungen aktiv auf die Fahnen geschrieben.
00:06:40: jetzt sind natürlich im Herbst schon wieder Wahlen.
00:06:43: also mal sehen wie sich der politische Wind dann dreht oder ob er sich dreht.
00:06:47: Ja und das geht uns übrigens genauso auch in Deutschland an, auch wir sind hier auf eine Politik angewiesen die uns besser auf die zunehmenden Waldbrandrisiken vorbereitet denn es ist ja wirklich gut nachgewiesen.
00:07:03: Es kommt auch darauf an wie robust der Wald ist, auf den so ein Feuer trifft Und da kann man ganz schwer pauschal für die ganze Welt sagen, was gilt und was nicht.
00:07:14: In Flora, Fauna, Klima und Böden sind ja überall unterschiedlich.
00:07:19: Ungefähr kann man aber sagen, Laub oder Mischwälder brennen in der Regel nicht so leicht wie Nadelwälden und eine von Dürre- und Borckenkäfer gebeutelte Fichten, Monokultur, die brennt noch mal schlimmer als ein gesunder Fichtenvorast.
00:07:37: Feuchte Landschaften brennen nicht so leicht wie ausgetrocknete und da geht auch schon einiges politisch auch manchmal in die richtige Richtung.
00:07:47: Also Steffi Lemke hat ja in der Ampere Regierung damals als grüne Umweltministerin des Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz aufgesetzt, dass sich genau um solche Fragen dreht.
00:07:56: Karsten Schneider von der SPD, also ihr Nachfolger jetzt bei Schwarz-Rot.
00:08:00: Der führt das auch
00:08:00: weiter.".
00:08:01: Und dann geht es auf die nächste Seite aber auch noch darum wie gut die Feuerwehr vorbereitet ist.
00:08:09: Expertinnen raten zum Ausbau von Frühwarnsystem und zb zu mehr Training und zur geeigneten Ausstattung der Feuerwehrleute.
00:08:19: für Waldbrände im Gegensatz zu klassischen Gebäudebränden macht ja auch Sinn.
00:08:25: Also insgesamt ist das eine facettenreiche Gemengelage, könnte man sagen.
00:08:29: Aber grundsätzlich was hilft?
00:08:32: Es sind Klimaschutz, gesunde Wälder ein konsequentes Vorgehen gegen Brandlegung und Brandrohdung und auch eine gut ausgestattete Feuerwehr.
00:08:44: Wir kommen zu unserem zweiten Thema für heute und zwar gucken wir auf die Verursacherseite könnte man sagen, nämlich auf die großen Öl- und Gaskonzerne.
00:08:52: Die mit ihrem Geschäftsmodell... Man kann es nicht anders sagen!
00:08:55: ...die Klimakrise anheizen und zum großen Teil mit verursachen.
00:09:01: Und durch den Iran Krieg sind die Preise für Öl und Gas ja extrem gestiegen.
00:09:07: um es konkret zu machen.
00:09:08: Beim Öl lag der Preis Anfang des Jahres bei rund sechzig US Dollar pro Barrel.
00:09:13: Ein Barrel das sind so hundertundfünfzig Liter Und dann schoss der Preis hoch auf weit über hundert Dollar.
00:09:21: So viel wie noch nie zuvor und heute kostet den Barrel knapp neunzig Dollar, also auch immer noch deutlich höher.
00:09:31: Bei so einer Verteuerung kann man sich natürlich schon vorstellen dass die Profite der fossilen Energiekonzerne deutlich steigen bzw.
00:09:40: schon gestiegen sind.
00:09:41: Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat sich das mal genauer angeschaut und in dieser Woche dazu Zahlen vorgelegt.
00:09:50: Und diese Zahlen sind, ja ich weiß gar nicht welches Wort, ich habe benutzen soll schockierend erschreckend wirklich ein Hammer!
00:10:00: Vielleicht alles ein bisschen?
00:10:02: Nach den Oxfam-Berechnungen werden sich die Nettogewinne der großen Öl- und Gaskonzerne im zweiten Quartal des Jahres im Vergleich zum ersten Quartall verdoppeln – und wohlgemerkt Gemeinsend Netto-Gewinne.
00:10:18: Also das ist das, was übrig bleibt wenn alle Ausgaben Steuern und Kosten abgezogen wurden.
00:10:25: Oxfam hat sich da jetzt nicht alle Öl-, Gaskonzerne und Firmen angeschaut die es irgendwie gibt aber eben die sechs größten der Welt und diese sechs Unternehmen werden ihren Netto Gewinn laut dieser Oxfams Studie von dreiundzwanzig Milliarden US Dollar im ersten Quartal auf forty fünf Milliarden US-Dollar jetzt gerade zu Ende gegangen in zweiten Quartal steigern.
00:10:50: Ja und wenn man sich nur die ganz großen in dieser Liste anschaut, dann ist der Gewinnsprung sogar noch größer!
00:10:59: Chef Ron wird seine Gewinne demnach vervierfachen auf twelvehundert US Dollar pro Sekunde pro Sekunde, das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen.
00:11:13: Bei ExxonMobil ist es eine Verdreifachung auf tausend achthundert US-Dollar pro Sekundel und von Shell ist gerade die Meldung gekommen dass das Unternehmen im zweiten Quartal dreimal so viel Gewinn eingefahren hat als im Vorjahrszeitraum.
00:11:33: Das waren jetzt sehr viele Zahlen, aber ich denke man muss diese Zahlen auch mal hören um ein Gespür dafür zu bekommen wie extrem hoch die Renditen in diesem Bereich sind.
00:11:46: Und aus Klimasicht ist das natürlich ein Riesenproblem weil um die Klimakrise einzudämmen müssen wir ja wegkommen von den fossilen Energien und damit aufhören Ölgas und auch Kohle zu verbrennen.
00:12:02: Und das wird aber noch schwieriger als es sowieso schon ist, wenn mit diesen klimaschädlichen Geschäftsmodellen so viel Geld zu verdienen ist und die Renditen so hoch sind.
00:12:14: Genau!
00:12:14: Und Oxfam fordert deshalb einen Übergewinnsteuer.
00:12:18: Die soll also aussehen dass bei fossilen Unternehmen Steuern von mindestens fünfzig Prozent auf alle Unternehmensgewinne erhoben werden, die über einer Rendite von drei Prozent liegen.
00:12:28: Das könnte etwa vierhundert Milliarden US-Dollar pro Jahr einbringen, rechnet Oxfam vor.
00:12:35: Also wenn man alle der fast sechsthundert fossilen Konzerne weltweit besteuern würde und mit diesem Geld könnte man praktisch die gesamte Klimaanpassung im globalen Süden finanzieren was hier ein Arbeitsschwerpunkt von Oxfamm ist also bei den Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen wiederum kaum was zur Klimakrise beigetragen haben.
00:12:59: Und aus denen auch nebenbei gesagt keiner von diesen großen Fossilkonzernen kommt, aber die eben ganz besonders unter ihren Folgen leiden.
00:13:07: oder man könnte die Einnahmen auch sagen wir zu Hause im eigenen Land also da wo die Konzerne tatsächlich sitzen Großbritannien USA und so weiter nutzen.
00:13:18: Italien Frankreich war jetzt auch dabei Unter diesen genannten Konzernen.
00:13:22: Also man könnte natürlich auch dort jeweils Energiewende und Klimaschutz sozial gerechter geschalten.
00:13:31: Ja, das wäre auch nicht schlecht!
00:13:33: Deutschland, Italien, Spanien, Portugal und Österreich haben der EU-Kommission im April einen Brief geschrieben und gefordert die Kommission soll eine europaweite Steueraufübergewinne prüfen.
00:13:50: Die Kommission lehnt das aber bislang ab und sagt, es sollen die EU-Länder selber machen.
00:13:55: Aber da gibt's von der Bundesregierung bislange keine Pläne – ein Vorschlag der Grünen für eine branchenunabhängige nationale Übergewinnsteuer, die ist gerade im Finanzausschuss des Bundestags gescheitert mit den Stimmen von Union, SPD und auch AfD.
00:14:15: Es gibt aber auch einen kleinen Lichtblick Weil die Benzinpreise so hoch sind, kaufen die Leute mehr Elektroautos.
00:14:22: Also das zeigt tatsächlich eine Auswertung der Unternehmensberatung Price Waterhouse Groupes über Neuzulassungen in dreiundvierzig Ländern weltweit, die jetzt gerade aktuell veröffentlicht wurde.
00:14:33: und da sieht man Rekordzahlen bei den Zulasslungen von reinen Elektro-Autos also auch nicht nur von Hybrid Autos, die auch noch einen Verbrennungsmotor haben, weltweit in der EU und auch in Deutschland.
00:14:46: Und die hohen Spritpreise, die führen sogar zu einem Zuwachs im lange vor sich hendümpelnden Gebrauchtwagenmarkt bei E-Autos.
00:14:55: Also in Deutschland hat sich der Anteil der gebrauchten E-Fahrzeuge seit Mai twenty-fünfundzwanzig auf über sechs Prozent im Mai zweitausendsechsund zwanzig verdoppelt.
00:15:06: Das ist natürlich ja auch immer noch relativ wenig aber immerhin bewegt sich da was?
00:15:11: Ja genau und... Noch etwas auch die Deutsche Bahn profitiert von den hohen Benzinpreisen im Moment.
00:15:19: Zum ersten Mal seit sieben Jahren hat die Bahn im ersten halb Jahr keine Verluste gemacht, sondern tatsächlich schwarze Zahlen geschrieben weil so viele Pendler innen umgestiegen sind auf das klimafreundlichere Verkehrsmittel.
00:15:36: Bleiben bei den guten Nachrichten auch bei unserem dritten Thema.
00:15:40: Ab heute gibt es in Deutschland ein Recht auf Reparatur, damit hat die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umgesetzt.
00:15:49: Hersteller müssen ihre Produkte zukünftig so bauen dass sie repariert werden können und zwar zu einem angemessenen Preis.
00:15:59: Ja da kann man nur sagen endlich!
00:16:02: Und wie groß das Problem unseres gesamtgesellschaftlich schlampigen Umgangs mit unseren planetären Ressourcen ist, das illustriert ja auch ganz schön der Erdüberlastungstag.
00:16:13: Der übrigens auch just in dieser Woche war nämlich jetzt am Donnerstag also am dreißigsten Juli.
00:16:19: Ja ganz genau!
00:16:20: Das heißt die Welt hat schon seit Jahresbeginn so viele Ressoursen aufgebraucht wie für ein Jahr angemessen werden.
00:16:31: Und das liegt natürlich unter anderem an der Wegwerfkultur, Wegwerfsgesellschaft.
00:16:37: In der Wegwärfen und Neukaufen leider oft billiger oder zumindest einfacher ist als reparieren oder recyceln?
00:16:46: Ja genau!
00:16:46: Also bislang lohnt sich das schlicht auf nicht.
00:16:49: Manchmal macht man es dann aus gewissen Gründen trotzdem aber das tut schon weh.
00:16:54: also bei einem alten Laptop von mir war das zum Beispiel mal... Da war was am Scharnier kaputt, aber dieses kleine Teil, das wirklich kaputt war.
00:17:01: Das konnte man nicht einzeln kaufen also auch die Werkstatt nicht.
00:17:06: Also da gab es nur die gesamte Laptop-Klappe inklusive Bildschirmen und allem.
00:17:12: Es gab einen totalen Gesamtpaket, der halbe Laptopp neu und das war entsprechend teuer und halt eigentlich total unnötig.
00:17:21: Und dann kann verstehen, glaube ich.
00:17:23: Wenn Leute je nach Alter das Gerät vielleicht auch sagen ne also dann lieber was Neues und das soll sich jetzt ein bisschen verbessern.
00:17:32: Das neue Gesetz das gilt für sechzehn Geräte Arten von Smartphone über Tablets, Trockner Waschmaschinen bis hin zu E-Bikes oder E-Rollern.
00:17:43: Ja die Hersteller sind demnach unter anderem verpflichtet bestimmte Produkte mehrere Jahre zu einem angemessenen Preis zu reparieren.
00:17:54: Ja, das ist natürlich relativ vage.
00:17:56: was genau angemessene ist?
00:18:00: zum Beispiel ein halber neuer Laptop statt einer kleinen Schraube?
00:18:04: ja dass werden am Ende wohl Gerichte entscheiden müssen.
00:18:08: Außerdem wird ein Anreiz für Verbraucherinnen gesetzt sich bei einem geräteteffekt innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist für eine Reparatur zur entscheidend Stadt für einen Austauschgerät.
00:18:21: Wer die Reparatur wählt, der bekommt dafür eine um zwölf Monate verlängerte Gewährleistungsfrist.
00:18:29: Und unabhängige Werkstätten dürfen nicht durch Hardware oder Softwareblockaden ausgeschlossen
00:18:37: werden.".
00:18:37: Der IIT-Verband BITCOM hat die neuen Regeln schon gelobt als nachhaltig und verbraucherfreundlich – zum Beispiel auch die Verbraucherzentralen sehen das schon positiv?
00:18:48: als Schritt nach vorne.
00:18:49: Die haben aber auch Kritik, also zum Beispiel weiß keine Sanktionen für Unternehmen gibt die sich halt nicht dran halten.
00:18:56: außerdem ist es immer noch nicht klar gewährleistet dass die Reparatur gegenüber dem Neukauf die ökonomisch wirklich sinnvollere Entscheidung ist.
00:19:05: da gibt's auch den Verein Rundertisch Reparatur der sich konkret ganz konkret mit diesem Thema auseinandersetzt und auch Umweltverbände wie den BUND.
00:19:13: die fordern zb ein von den Herstellern finanzierten Reparaturbonus.
00:19:19: In Frankreich gibt es das
00:19:20: schon und
00:19:22: auch erfolgreich.
00:19:24: für jedes verkaufte Produkt zahlen die Hersteller in einen Topf ein, aus dem deine Reparaturen Bezuschuss werden oder auch Weiterbildungsmaßnahmen für Werkstätten – alles sehr sinnvoll finde ich!
00:19:39: Der Vorteil des Ganzen braucht keine zusätzlichen Steuergelder, die ja knapp sind.
00:19:45: Die Preise würden möglicherweise etwas steigen, aber das wirkt ja in diesem Fall vielleicht sogar zuträglich.
00:19:52: Denn die Reparatur wird wiederum günstiger also der Anreiz einen Altgerät zu reparieren statt ein neues zu kaufen.
00:20:00: Der steigt weiter!
00:20:01: Das war das Klima-Update für diese Woche.
00:20:03: Werden euch der Podcast gefällt?
00:20:05: Abonniert uns gerne und lasst uns eine Bewertung und Feedback da.
00:20:09: Ihr könnt uns auch eine Mail schreiben Nämlich an klimaminosupdate at klimareporter.de.
00:20:16: Und zum Schluss möchten wir uns noch bei allen bedanken, die das Klima Update mit einer Spende unterstützen.
00:20:21: und da geht diese Woche unseren besonderen Dank an Bernhard Weber!
00:20:24: Vielen dank auch von mir und tschüss schönes Wochenende!
00:20:28: Ciao!
00:20:39: Das Klima-Update ist ein Projekt des Klimawissen
00:20:42: eV
00:20:42: in Kooperationen mit der TATS und der Tatspunterstüchtung.
00:20:45: Es wird im Wechsel moderiert von Verena Kern Sandra Kirchner Katharina Schipkowski Und Susanne Schwarz, unser Produzent ist Christian Eichler.
00:20:53: Ihr könnt unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen.
00:20:56: Dazu besucht uns auf www.verein-klimawissen.de.