klima update° - der Nachrichten-Podcast von taz und klimareporter°

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00:00:00: Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir mit solchen Situationen immer wieder konfrontiert werden.

00:00:11: Deswegen ist Klimaanpassung natürlich auch sehr wichtig aber Klimaschutz bleibt deswegen ganz weit oben auf der Tagesordnung für uns als Verkehrsministerium genauso wie für die Bundesregierung insgesamt.

00:00:20: Der neue Verkehrs- minister Stefan Bilger von der CDU hat wegen des Niedrigwasser in dieser Woche zu einem Krisentreffen eingeladen Und bei der Pressekonferenz danach die Wichtigkeit von Klimaschutz

00:00:31: betont.

00:00:32: Umweltorganisationen waren beim Treffen aber nicht dabei, wie passt das zusammen?

00:00:47: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Klima-Update!

00:00:50: Wir sind der Klimanachrichten Podcast von Klimareporter und der TATS und wir sprechen jede Woche über die drei wichtigsten Kliman Nachrichten.

00:01:00: Ich bin Sandra Kirchner vom Klimareporter.

00:01:06: Ihr hört die Folge vom siebten August, und das sind heute unsere drei Themen.

00:01:15: Zuerst sprechen wir über das extreme Niedrigwasser, dass derzeit für enorme Probleme sorgt – für Schifffahrt, Energieversorgung oder Natur.

00:01:27: Wir gucken uns an was das Krisentreffen des Verkehrsministers gebracht hat!

00:01:32: Bei unserem zweiten Thema geht es um Kreuzfahrten.

00:01:37: Der NABU, der Naturschutzbund Deutschland hat sich angeschaut wie klimaschädlich die Branche immer noch ist und zum Schluss reden wir über Schmetterlinge.

00:01:49: Ja unser erstes Thema ist Niedrigwasser.

00:01:51: Du sagtest das schon?

00:01:53: Die Flusspegel beim Reihen bei der Donau- und anderen wichtigen Flüssen in Europa sind derzeit extrem niedrig.

00:02:01: Teilweise sind die Pegelstände sogar niedriger als in den extremen Dürrejahrs, wo historische Tieststände erreicht wurden.

00:02:10: Und nach Prognosen könnten die Pegeln in den nächsten Tagen sogar noch weiter sinken?

00:02:15: Ja, die Situation ist ... So extrem, dass der neue Verkehrsminister Stefan Bilger von der CDU zu einem Krisentreffen eingeladen hat.

00:02:23: Das am Donnerstag stattfand.

00:02:25: Dieser extreme Wassermangel in den Flüssen verursacht enorme Probleme für die Schifffahrt, Energieversorgung und auch für die Natur.

00:02:35: Das gucken wir uns gleich genauer an.

00:02:37: aber zuerst sprechen wir über die Ursachen.

00:02:40: also warum die Flüsse gerade so wenig Wasser führen?

00:02:44: Da kommen mehrere Dinge zusammen.

00:02:46: Zum einen ist es seit Wochen richtig heiß und durch die Hitze verdunstet viel Wasser, das geht also quasi verloren.

00:02:55: Und zum anderen hat es laut dem deutschen Wetterdienst in fast ganz Deutschland seit März viel weniger geregnet als üblich.

00:03:03: ums mal ein bisschen konkreter zu machen im Juli zB da vielen pro Quadratmeter nur vierzig Liter Regen.

00:03:13: Zwischendurchschnittlich in den letzten Jahren waren es ca.

00:03:18: seventy- acht Liter, also etwa doppelt so viel.

00:03:22: Und im Westen und in Teilen des Südwestens von Deutschland waren es mancher Ort sogar nur zehn Liter Regen pro Quadratmeter.

00:03:30: Das ist wirklich sehr wenig!

00:03:32: Ja, wenn's wenig Niederschlag gibt dann fehlt Wasser in den Flüssen und Grundwasserspeichern.

00:03:38: Jetzt mal zu den Folgen.

00:03:39: In Frankreich, der Schweiz, Ungarn und Rumänien mussten Atomkraftwerke in den vergangenen Tagen ihre Produktion drosseln oder sogar ganz einstellen, denn die Kühlung der Anlagen lässt sich angesichts niedriger Wasserstände und hoher Wassertemperaturen eben nicht mehr aufrecht erhalten.

00:03:57: Das betrifft die Reaktoren, die nicht über Kühltürme verfügen sondern Kühlwasser direkt aus Flüssen nutzen – und das aufgeheizte Kühlwasser kann ab einer bestimmten Wassert Temperatur nicht mehr in die aufgeheizten Flüsse zurückgeleitet werden, weil eben Fische und andere Lebewesen in den Flüssen das nicht verkraften können.

00:04:18: Insgesamt waren am Montag rund vierzig Prozent der Atomkraftkapazität Südosteuropas wegen Rekord Niedrigwasserständen außer Betrieb.

00:04:27: Wegen der niedrigen Pegelstände können viele Schiffe nicht mehr voll beladen werden oder gar nicht mehr ablegen.

00:04:34: Das betrifft Flusskreuzfahrten.

00:04:38: Zum Kreuzfahrt-Thema kommen wir gleich noch.

00:04:41: Also den Bereich Tourismus und es betrifft den Gütertransport, und hier ganz besonders den Rhein als die mit Abstand wichtigste deutsche Wasserstraße.

00:04:51: Ihr habt's vielleicht schon gehört oder gelesen das an einigen Stellen des Rheins der Pegelstand unter zwanzig Zentimeter gesunken ist.

00:04:59: Das ist wirklich sehr, sehr wenig.

00:05:03: Aber das heißt jetzt nicht dass die Wassertiefe nur ein zwanzig Zentimeter wäre.

00:05:06: also Pegelstand ist nicht gleich Wassertiefe sonst wird ja gar nichts mehr gehen und an einigen Stellen wäre der rein wirklich nur eine Pfütze.

00:05:15: Und es ist nicht so.

00:05:17: soweit sind wir noch nicht.

00:05:18: aber gesamtwirtschaftlich Spürbar sind die Einschränkungen im Gütertransport schon, wenn Fracht auf mehr Schiffe verteilt werden muss – weil das Wasser so niedrig ist.

00:05:28: Dass die Schiffe kaum Tiefgang haben können steigen die Transportkosten.

00:05:32: Manche Güter könnten dann knapp werden in der Produktion fehlen oder teurer werden.

00:05:38: Mal zur Einordnung!

00:05:39: Der Anteil der Binnenschifffahrt am Güterverkehr in Deutschland, der ist in den letzten fünf und zwanzig Jahren deutlich zurückgegangen.

00:05:49: Im Jahr zweitausend waren es noch dreizehn Komma fünf Prozent.

00:05:53: Seitdem hat sich's halbiert auf nur noch sechs Komma Fünf Prozent, also das liegt zum einen an dem Niedrigwasser, dass durch den Klimawandel mittlerweile häufiger vorkommt aber ist nicht der einzige Grund.

00:06:06: Es liegt auch daran, dass die Nachfrage nach Frachten gesunken ist, die klassischerweise mit Binnenschiffen bewegt werden etwa Kohle und Mineralöl Produkte.

00:06:19: Und um das noch abzurunden, der Anteil des Schienenverkehrs am Gütertransport ist seit dem Jahr zweitausend von sechzehn Komma fünf auf einundzwanzig Prozent gestiegen.

00:06:30: Es ging da also nach oben.

00:06:32: ja und der restliche Anteil also Mehr als siebzig Prozent der wird im Wesentlichen durch Lkw auf die Straße erbracht.

00:06:41: Ja und damit sind wir bei dem Krisentreffen des neuen Verkehrsministers zum Niedrigwasser, ein Ergebnis des Treffens das übrigens in Bonn stattfand wo das Verkehrsministerium eine Außenstelle hat also in Rhein nähe.

00:06:54: ja also ein Ergebnis ist dass Mehrgüter auf Straße und Schiene verlagert werden sollen.

00:07:00: Und dafür soll auch das Sonnen- und Feiertagsverbot für Lkw ausgesetzt werden, wenn auf den Wasserstraßen nichts mehr geht.

00:07:09: Das würde heißen noch mehr LkW-Verkehr auf den Straßen?

00:07:14: Ja der Ausbau der Wasserstraße am Mittelrhein ist schon beschlossen also die Vertiefung der Fahrende dort und das soll jetzt Priorität bekommen.

00:07:25: waren nur Vertreter der Industrie- und Logistikbranche, also Räder, Spediteure, Hafenbetreiber und von Transportproblem betroffene Unternehmen.

00:07:37: Umweltverbände waren dagegen nicht eingeladen – das fanden die nicht so gut!

00:07:44: Sie haben kritisiert, dass sich die Bundesregierung nur auf die akuten wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Pegelstände konzentrieren würde und verkenne dabei die eigentlichen Probleme, nämlich – ich zitiere jetzt mal den Chef des BUND Olaf Bandt – mehr Wasser sollte in der Fläche gehalten werden.

00:08:04: Wasserentnahmen sollten reduziert werden.

00:08:07: Die Flüsse müssten endlich klimaresilient gemacht

00:08:10: werden.".

00:08:12: Und ähnliche Kritik kommt auch vom NABU von der Deutschen Umwelthilfe und auch vom Ökologischen Verkehrsclub Deutschland VCD.

00:08:21: Die Umweltverbände haben natürlich einen Punkt, wenn sie sagen das Niedrigwasser ist nicht nur ein Problem für die Wirtschaft und die Lieferketten sondern auch für die Natur.

00:08:31: Und darum muss man sich auch kümmern und ganzheitliche Konzepte werden erforderlich um eben einen besseren Umgang mit der Ressource Wasser zu bekommen.

00:08:41: Das war aber bei dem Krisentreffen zum Niedrichwasser kein Thema Aber immerhin hat der Verkehrsminister Stefan Biller bei der Pressekonferenz nach dem Treffen ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz abgegeben, wie wir ja auch am Anfang unserer Folge gehört haben.

00:08:58: Vielleicht gibt es dazu ja auch mal einen Krisentreffen?

00:09:01: Ja das wäre vielleicht nicht verkehrt!

00:09:05: Niedrigwasser ist eine Folge der Klimakrise mit der wir schon heute konfrontiert sind und jetzt geht's um einen Treiber der Klima-Krise.

00:09:16: Inhaltlich bleiben wir beim Thema Wasser.

00:09:18: Es geht um die Kreuzschifffahrt und ihre Folgen fürs Klima.

00:09:23: Der NABU, der Naturschutzbund Deutschland hat am Donnerstag einen Ranking der Kreuz-Schiffahrt vorgestellt.

00:09:31: Also geschaut wie viele Unternehmen eigentlich die einzelnen Redereien, um ihren Klimafußabdruck zu senken?

00:09:39: Tja noch immer nicht genug muss man sagen.

00:09:41: Kreuz Schifffahrten gehören weiterhin zu den klimaschädlichsten Arten Urlaub zu machen und entsprechend Nüchtern fällt dann auch das Naburenking aus.

00:09:50: Keiner der zwölf untersuchten Anbieter erreicht auch nur die Hälfte der möglichen Punkte, und am besten schneiden noch Havila-und Hurtegruten ab mit sieben Komma fünf beziehungsweise sieben Komma zwei fünf von möglichen siebzehn Punkten.

00:10:07: Ja schauen wir uns mal ein paar Details an.

00:10:11: bei den Emissionen zeigt sich im Grunde kaum Fortschritt.

00:10:16: Das belegen Daten aus dem europäischen Emissionsmonitoring für die Schifffahrt.

00:10:21: Je nach Rederei sind die Emissionen zwischen im Jahr zwanzigundzwundzwanzig, zwar ein bisschen gestiegen oder ein bisschen gesunken nicht sehr viel oft aber eben wegen neuer oder verkaufter Schiffe.

00:10:35: Mutmas der Nabu insgesamt gilt von einer deutlichen Emissionsminderung kann bislang keine Rede sein.

00:10:44: Das liegt daran, dass viele Kreuzfahrtschiffe immer noch mit Schweröl fahren.

00:10:50: SchwerÖl gilt als einer der schmutzigsten Kraftstoffe überhaupt!

00:10:55: Bei Verbrennung entstehen neben CO² auch Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub.

00:11:02: Trotzdem schließen nur vier der zwölf untersuchten Räder rein den Einsatz von Schweröl vollständig aus.

00:11:09: Dabei gibt es durchaus Alternativen.

00:11:11: Der NABU schlägt zum Beispiel vor, den weniger schädlichen Marine-Diesel zu nutzen.

00:11:16: das sei technisch ohne Probleme zu machen aber für mehr Klimaschutz wäre der Umstieg auf erneuerbare Kraftstoffe wie grünes betanol nötig.

00:11:26: bei neuen Schiffen setzt die Branche jedoch vor allem auf LNG also auch verflüssigt des Erdgas.

00:11:33: Das stößt zwar weniger CO² als schwer Öl aus ja ist aber ebenfalls ein fossiler Kraftstoff.

00:11:40: Die internationale Schifffahrt verursacht rund drei Prozent der weltweiten CO-Zwei-Emissionen.

00:11:45: Auf die Kreuzschifffahrt entfällt davon mit rund sixunddreißig Millionen Tonnen CO-zwei pro Jahr zwar nur ein kleiner Teil, aber trotzdem gehört sie zu den klimaschädlichsten Arten zu reisen.

00:11:58: Denn Kreuzshiffe sind eben nicht nur ein Transportmittel sondern gleichzeitig auch schwimmende Hotels mit Restaurants, Pools und Unterhaltungsangeboten.

00:12:06: Und die verbrauchen halt rund um die Uhr Energie!

00:12:09: ohne Fortschritte ist die Branche aber nicht.

00:12:12: Viele Redereien machen ihre Schiffe energieeffizienter, zum Beispiel durch eine bessere Routenplanung, geringere Geschwindigkeiten oder technische Verbesserungen – so verbrauchen die Schiffe weniger Treibstoff.

00:12:27: Außerdem investieren die Redereihen zunehmend in Landstrom.

00:12:31: Landstrom bedeutet im Hafen werden die Schiffe an das örtliche Stromnetz angeschlossen statt ihre Motoren für die Stromversorgung an Bord weiterlaufen zu lassen.

00:12:43: Das spart Treibstoff und verringert den Ausstoß von CO², und von Luftschadstoffen besonders dann wenn der Strom aus erneuerbaren Energien

00:12:53: stammt.

00:12:53: Ja bist du denn eigentlich schon mal mit einem Kreuzfahrtschiff gefahren?

00:12:57: Nee

00:12:57: noch nie!

00:12:59: Ich habe auch keine Pläne in dieser Richtung.

00:13:02: Ja, und damit gehörst du auch zur Mehrheit.

00:13:05: Gemessen an der Weltbevölkerung machen noch immer vergleichsweise wenige Menschen eine Kreuzfahrt.

00:13:11: Weltweit waren es im vergangenen

00:13:13: Jahr

00:13:13: laut dem Branchenverband Klier rund siehunddreißig Millionen Menschen.

00:13:19: Und darunter zwei Komma acht Millionen Menschen aus Deutschland.

00:13:22: Damit ist Deutschland wohl nach den USA das Land, aus dem die meisten Kreuzfahrt Urlauber kommen.

00:13:28: Aber trotzdem sind Kreuzfahrt für die Menschen noch immer eine Ausnahme.

00:13:34: Aber gleichzeitig boomt die Branche von deutschen Häfen aus, starteten im vergangenen Jahr rund ein Prozent Millionen Menschen zu einer Hochseekreuzfahrts-Fahrt und das sind so viele wie nie zuvor.

00:13:45: Und die Brange rechnet auch damit dass die Nachfrage in den kommenden Jahren weiter wächst.

00:13:49: Kritik gibt es aber nicht nur am Klimafusabdruck der Kreuzfaden.

00:13:54: Auch der Massentourismus sorgt vielerorts für Probleme.

00:13:58: Schon ein einziges großes Kreuzfahrtschiff bringt mehrere Tausend Menschen innerhalb kurzer Zeit in eine Stadt.

00:14:05: Das führt zu überfüllten Straßen und Sehenswürdigkeiten, belastet die Infrastruktur ja und es sorgt eben in vielen Hafenstädten immer wieder für Konflikte mit AnwohnerInnen.

00:14:18: Zum Schluss möchten wir über den Cast Weißling sprechen einem wärme liebenden Tagfalter also einen Überwiegend weißer Schmetterling mit auffällig schwarzen Flecken auf den Flügeln.

00:14:30: Und der ist eigentlich im Mittelmeerraum verbreitet, doch seit einigen Jahren breitet er sich auch in Deutschland aus genauso wie der Segelfalter.

00:14:39: und das sind also keine Einzelfälle denn weltweit verändern sich die Verbreitungsgebiete von Schmetternlingen Und zwar häufig in Folge des Klimawandels und aufgrund von Extremwetter-Eignissen.

00:14:52: Das zeigt eine internationale Metastudie unter Beteiligung der Universität Hamburg und der Universitet Jena, die dieser Woche in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution veröffentlicht wurde.

00:15:05: Ja, das ist ein richtig großes Ding.

00:15:08: für die Studier haben die Forschenden rund sieben Tausend wissenschaftliche Arbeiten aus hundertfünf Ländern ausgewertet.

00:15:16: Außerdem haben sie Expertinnen und Experten aus neunundvierzig Ländern befragt.

00:15:22: Und so konnten Sie auch regionale Erkenntnisse – und nicht englisch sprachige Studieberücksichtigen, die in internationalen Datensammlungen halt oft fehlen!

00:15:33: Ja, das Ergebnis?

00:15:34: Rund achtzig Prozent der untersuchten Schmetterlingsarten haben ihr Verbreitungsgebiet ausgeweitet und neue Regionen besiedelt.

00:15:43: Das bedeutet jedoch nicht, dass es den Schmetterlingen insgesamt besser geht.

00:15:47: Vielmehr geraten eben ganze Ökosysteme in Bewegung und Arten tauchen an Orten auf, an denen sie früher nicht vorkamen, während andere ihre angestammten Lebensräume verlieren oder sich in kühlere Regionen zurückziehen müssen.

00:16:01: Etwa jede vierte Art hat Teile ihres bisherigen Verbreitungsgebiets verloren in höhere Lagen ausgewichen.

00:16:10: Wahrscheinlich, weil es nicht ganz so heiß ist.

00:16:14: Mhm.

00:16:15: Achtzig Prozent dieser Verschiebungen stehen laut den Forscherinnen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und Extremwetterereignissen.

00:16:25: Damit ist der Klimawandel der wichtigste Treiber für die veränderte Verbreitung von Schmetterlingen auch wenn natürlich die Landwirtschaft durch der Verlust von Lebensräumen andere menschliche Eingriffe eine Rolle spielen.

00:16:38: Ja, aber nicht alle Schmetterlinge können ausweichen.

00:16:41: Arten die auf ganz bestimmte Lebensräume angewiesen sind geraten zunehmend unter Druck.

00:16:46: ein Beispiel dafür ist der Hochmoor Perlmutfalter.

00:16:50: er lebt in Moorn doch viele dieser Lebensräuma wurden entwässert oder werden heute intensiv landwirtschaftlich genutzt und dadurch verschwindet sein Lebensraum auch in Deutschland.

00:17:01: zunehrend ja besonders kritisch ist laut der Studie die Situation für Schmetterlinge in den Tropen.

00:17:08: Viele Arten leben dort bereits an ihrer oberen Temperaturgrenze und schon eine geringere weitere Erwärmung könnte deshalb zum Aussterben von Arten führen Zumal häufig auch die Zerstörung der Lebensräume unvermindert weitergeht.

00:17:24: Die Studie zeigt, dass die Forschung bislang wohl nur einen Teil dieser Entwicklung kennt.

00:17:30: Denn untersucht wurde nur etwa jede zehnte bekannte Schmetterlingsart vor allem aus den gemäßigten Breiten.

00:17:37: Aus Sintropen.

00:17:38: da fehlen häufig Daten.

00:17:40: Die Forscherinnen befürchten deshalb, Warnsignale eines weltweiten Biodiversitätsverlust zu spät erkennen

00:17:48: könnten.

00:17:49: Schmittelinge gelten deshalb als wichtiges Beispiel für Frühwarnsysteme von Umweltveränderungen.

00:17:57: Viele Arten sind nämlich eng an bestimmte Lebensräume und Pflanzen gebunden, schon kleine Veränderungen können dazu führen, dass sie verschwinden oder neue Gebiete besiedeln.

00:18:09: An ihnen lassen sich die Folgen der Klimakrise eben besonders gut beobachten.

00:18:14: Aus den Ergebnissen leiten die forschenden klare Forderungen ab.

00:18:17: Zum einen müsste der Klimawandel gebremst werden und zum anderen braucht es mehr Schutz für natürliche Lebensräume, zerstörtne Umhore, Wiesen oder Wälder sollten wiederhergestellt und Lebensräumen so miteinander verbunden werden dass Tiere und Pflanzen in geeignete neue Gebiete ausweichen können.

00:18:38: Und gleichzeitig fordern die Vorstehen auch, dass Schmetterlinge weltweit besser beobachtet werden.

00:18:44: Auch mit Hilfe von Bürgerinnen

00:18:46: und Bürgern,

00:18:47: die ihre Beobachtungen melden.

00:18:50: Damit sind wir am Ende der Folge angelangt!

00:18:52: Wenn euch das Klima-Update gefällt hinterlasst doch gerne eine Bewertung oder schreibt ein Feedback oder schreib uns eine Mail nämlich an Klimaminusupdate.

00:19:03: Und zum Schluss möchten wir uns noch bei denjenigen bedanken, die unsere Arbeit durch eine Spende ermöglichen.

00:19:10: Das war in dieser Woche Claudia Silberhorn-Göbel.

00:19:13: Vielen Dank und viele von euch unterstützen uns ja auch regelmäßig zb monatlich, vierteljährlich oder jährlich.

00:19:22: das gibt uns Planungssicherheit und dafür geht ein großes Danke an Heiko Pachel Angelika Göser, Alessandro Speziale, Julian Scheurer, Roland Monsonius, Harald Manns, Nuri Ehrenstein, Michael Raddatz, Patrick Seber, Sebastian Baywinkel, Kai Zitzmann, Helmut Frieda.

00:19:46: Daniel Holderbach, Roy Kevernau, Philipp Dressler, Saskia Rheinbeck, Hilmar Hintz, Franz Baumann, Bernd Föhringer, Lukas Pechtholdt, Hugo Bahndorf Ralf Bußberg, Friederike Benjes, Peter Spang, Heiko Jessen und Matthias Lamm.

00:20:05: Vielen Dank auch von mir und ein schönes Wochenende!

00:20:07: Tschüss!

00:20:19: Das Klima Update ist ein Projekt des KlimawissenEV in Kooperation mit der TATS- und der Tatspunterstüchtung.

00:20:25: Es wird im Wechsel moderiert von Verena Kern, Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz.

00:20:31: Unser Produzent ist Christian Eichler.

00:20:33: Ihr könnt unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen.

00:20:35: Dazu besucht uns auf www.verein-klimawissen.de.

Über diesen Podcast

So viel Klimakrise, so wenig Zeit: Ständig gibt es Neuigkeiten in Sachen Klima – aber was bedeutet es eigentlich, wenn Deutschland CO2-Endlager bauen will, China den Solar-Markt mit Dumping-Preisen flutet oder Forscher*innen die Klimasensitivität genauer bestimmen können? Im klima update° besprechen Journalistinnen vom Online-Magazin klimareporter° und von der Tageszeitung taz jeden Freitag die wichtigsten Klima-Nachrichten der Woche. So seid ihr in ein paar Minuten auf dem Stand.

Wir können das klima update° nur durch Spenden produzieren. Wenn ihr könnt, helft uns bitte dabei: https://www.verein-klimawissen.de/spenden

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