Deutscher Plan für Fossilen-Ausstieg, Extremwetterkongress im Hamburg, AfD-Wähler*innen und E-Autos
Shownotes
Diesmal mit Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz.
Die Bundesregierung hat einen Plan zum Ausstieg aus fossilen Energien vorgestellt. Darin finden sich erstaunliche Erkenntnisse, die sich in der Politik von Schwarz-rot ansonsten kaum spiegeln.
In Hamburg haben sich zahlreiche Meteorolog*innen und Klimafachleute auf dem Extremwetterkongress getroffen. Unter anderem wurde der diesjährige Weltrisikobericht vorgestellt. Der zeigt: Stürme sind die teuersten Extremwetterereignisse - und nach Hitze und Erdbeben die tödlichsten. Trotzdem gibt es die größten Katastrophen gar nicht unbedingt in den Ländern, die Stürmen stark ausgesetzt sind.
Forschende der Universität Freiburg haben untersucht, welchen Einfluss rechtsextreme Einstellungen auf die Verbreitung von emissionsarmen Technologien in Kommunen hat. Ihre Studie zeigt, dass E-Autos und Photovoltaikanlagen in Kommunen mit hoher Unterstützung für die AfD im Durchschnitt weniger verbreitet sind. Dabei geht es nicht um das politische Programm der Partei - ihre Wähler*innen verzichten aber persönlich oft darauf, von den Vorteilen der Energiewende zu profitieren.
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00:00:00: Wir sind ja seit vielen, vielen Jahren dran immer wieder zu sagen was man denn so alles machen kann.
00:00:05: aber wir sehen auch dass eine menschliche Gesellschaft das ist jetzt keine Pauschalkritik.
00:00:09: Das ist ne Tatsachenbeschreibung Eine menschlige Gesellschaft tut sich grundsätzlich ein wenig schwer sich zu verändern.
00:00:15: Jetzt nehmen diese extremer zu, weil das Ganze nicht lineare Vorgänge sind.
00:00:18: Das heißt es ist eine Beschleunigung der Extrema und der Hitze und die Starkregenfälle.
00:00:24: Das ist all das was uns die Klimaforschung vor Jahrzehnten schon gesagt hat.
00:00:27: wir erleben das jetzt Und wir hinken unfassbar hinterher mit allem ob das jetzt politisch ist Mit unseren Entscheidungen.
00:00:34: wie betreiben wir in einem Staat egal in welchem jetzt Klimaschutz?
00:00:37: oder vielleicht machen wir das auch gar nicht in einigen Staaten?
00:00:40: Da hängen wir hinterher!
00:00:44: der diese Woche in Hamburg stattfand.
00:00:46: Parallel hat Umweltminister Carsten Schneider in New York den neuen Plan der Bundesregierung zum Ausstieg aus den fossilen Energien vorgestellt, kriegt Deutschland beim Klimaschutz die Kurve?
00:01:07: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Klima-Update – der Klimanachrichten-Podcast von Klimareporter und der TATS!
00:01:13: Wir sprechen hier jede Woche über die drei wichtigsten Klimaanarchichten.
00:01:16: Mein Name ist Katharina Schubkowski von der Tats
00:01:22: Hi, ihr hätt die Folge vom... ...vom Vierundzwanzigsten September Zwei Tausend Sechs und Zwanzig.
00:01:27: Und das sind heute unsere drei Themen.
00:01:30: Wir gucken uns Deutschlands neuen Plan zum fossilen Ausstieg genauer an und gucken ob es was Neues gibt und wie gut er ist.
00:01:38: Dann schalten wir sozusagen zum extremen Wetterkongress und gucken uns an Wie groß das Risiko für Stürme in Folge der Klimakrise ist und wie sich das auf die verschiedenen Regionen der Welt verteilt.
00:01:52: Und zum Schluss beschäftigt uns noch, ob AfD-Wählerinnen eigentlich auch von Dingen wie Solardechen oder Elektroortes profitieren.
00:02:02: Oder ob sie die Energiewende in ihrem Privatleben eher ausbremsen.
00:02:06: Deutschland hat diese Woche als drittes Land weltweit einen Plan zum Ausstieg aus den fossilen Energien vorgelegt.
00:02:12: Vorher waren schon Frankreich und die Niederlande dran.
00:02:15: Das Kabinett hat den Plan am Mittwoch beschlossen, und Umweltminister Carsten Schneider von der SPD hat ihn gleich am selben Tag in New York vorgestellt, wo die Vereinten Nationen gerade einen kleinen aber hochkarätig besetzten Klimagipfel abhalten.
00:02:28: Ja also was steht da jetzt drin?
00:02:30: Die große Zahl ist die ... Bis dahin will Deutschland aus der Nutzung fossiler Energie ausgestiegen sein.
00:02:39: Für die Kohle gibt es ein früheres Datum, nämlich in den Jahren und geprüft werden auch noch in dem Jahr.
00:02:47: Und wer jetzt sagt Moment was ist denn daran neu?
00:02:51: Der hat völlig recht.
00:02:52: im deutschen Klimaschutzgesetz steht natürlich schon seit fünf Jahren drin dass Deutschland zwei tausendfünfundvierzig klimaneutral werden will.
00:03:01: da kann man jetzt zwar theoretisch sagen na ja klimaneutral Klimaneutral könnte man ja auch werden, indem man weiter ganz viel CO² imitiert und das dann durch Wälder- und neue Technologien wieder aus der Atmosphäre rauszieht.
00:03:16: Aber im großen Stil ist es eben völlig unrealistisch!
00:03:19: Und wenn an sowas geforscht wird und schon erste Anlagen laufen – also richtig gut und effizient und vor allem wirtschaftlich läuft das noch lange nicht.
00:03:30: Und der mit gesundem Menschenverstand einzige Weg, zwei Tausendfünfundvierzig klimaneutral zu sein ist eben, dass dann keine fossilen Kraftwerke mehr laufen.
00:03:40: Dass dann keine fossilen Heizungen mehr laufen und auch keine Verbrennerautos.
00:03:44: Das entteilen auch schon bedeutend vor.
00:03:46: Zwei-Tausendfünfundvierzigt in so einem Prozess geht schließlich jetzt nicht Ja, zu Silvester, vierundvierzig von heute auf morgen.
00:03:55: Ja
00:03:55: und der Kohleausstieg im Jahr zwei tausenddreißig?
00:03:58: Der ist sogar schon noch länger klar.
00:04:00: das Gesetz ist ja schon zwanzwanzig in Kraft getreten.
00:04:04: Die Prüfung, das auf zwei-tausendfünfunddreißig vorzuziehen ist aus dem Mund von Schwarz-Rot vielleicht eine kleine Nachricht.
00:04:11: Aber eben auch nicht verbindlich formuliert.
00:04:14: Konkrete Ziele oder Etappenziele für Öl und Gas für die Zeit vor zwei-tausendfünfundvierzig gibt es bisher nicht.
00:04:20: Und die fehlen jetzt in diesem Plan zum fossilen Ausstieg weiterhin.
00:04:24: Also man könnte sagen schön dass Schwarz Rot immerhin bekräftig, dass es bei den bisherigen Klimazielen keinen Rollback geben soll.
00:04:31: Das ist ja durchaus zu befürchten!
00:04:33: Aber eine neue Qualität hat das Papier nicht.
00:04:36: Genau, aber wenn man das Papir unter diesem Gesichtspunkt liest ist es dann doch auch ganz interessant.
00:04:41: also es enthält so ein paar Signale.
00:04:44: zum Beispiel steht da drin dass die Bundesregierung erwartet, dass in den vergangenen Jahren nur noch Elektroautos neu zugelassen werden.
00:04:51: und sie hatte Ich höre hier und da schon mal auf Biokraftstoffe, auch bei Autos für Wiesen die eben Verbrenner klimafreundlich machen können sollen.
00:05:02: Was Expertinnen ja total kritisch sehen aus verschiedenen Gründen.
00:05:06: Die Bundesregierung hatte dazu beigetragen dass die EU das Verbrenner aus für Zwei-Tausendfünfunddreißig verfässert hat.
00:05:12: von daher interessant zumindest.
00:05:15: Das Schwarz-Rot jetzt doch glaubt, dass zwei-tausendfünfund dreißig nur noch E-Autos relevant sind.
00:05:22: Neues Ziel oder eine neue Verpflichtung ist es natürlich auch nicht.
00:05:26: Aber wir nehmen's jetzt mal zur Kenntnis.
00:05:29: Genau
00:05:29: wie im Heizungsbereich, da hat die Regierung ja gerade erst das Heizunggesetz reformiert und den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen wieder langfristig erlaubt.
00:05:38: Jetzt steht im fossilen Ausstiegsplan gemäß dem jüngsten Projektionsbericht der Bundesregierung von zwei Tausend sechsundzwanzig wird die Wärmepumpe in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zum dominanten Heizsystem in Deutschland Also wieder.
00:05:52: Das ist eine Prognose, keine politische Verpflichtung.
00:05:55: und einer die nahe legt dass man auch bei Schwarz-Rot weiß das neue Öl und Gasheizungen quatsch sind warum die Regierung mit ihrer Politik den klaren Fahrplan weg davon aber verwischt?
00:06:06: Das wäre dann eben die nächste Frage.
00:06:08: ja und es kann man weiterspinden auch bei der Energiewende also bei der Stromproduktion.
00:06:12: denn gerade wenn man da jetzt in Aussicht stellt dass der Kohleausstieg vorgezogen wird Dann muss man natürlich dafür sorgen, dass genug Windräder und Solaranlagen da sind um die Stromversorgung zu gewährleisten.
00:06:25: Die Reform des erneuerbare Energiengesetzes und das neue Netzpaket von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche von der CDU beides übrigens diese Woche zur ersten Lesung im Bundestag, die bremsen auf verschiedenen Wegen.
00:06:41: also man könnte sagen schön das bestimmte Trend wie die zur Elektromobilität oder zur Wärmepumpe doch nicht an der Bundesregierung vorbeigegangen sind, obwohl ihre Politik teils anderes vermuten lässt.
00:06:56: Oder anders gedreht könnte man auch sagen Deutschland präsentiert hier auf internationaler Ebene einiges was dem gesunden Menschenverstand wirklich besser anspricht als die Regierungspolitik in Deutschland.
00:07:08: Ja
00:07:08: vielleicht nochmal kurz zum Hintergrund Dass es diesen Fahrplan zum fossilen Ausstieg jetzt gibt, geht auf die Weltklimakonferenz in Dubai im Jahr.
00:07:22: Beschlossen wurde, die Staaten würden Ersuch zum Übergang von fossilen Kraftstoffen in den Energiesysteme beizutragen um bis zu zwei Tausend Fünfzig die Klimaneutralität zu erreichen.
00:07:34: Das ist natürlich sehr vage!
00:07:36: Tatsächlich war das im Kosmos der notorisch zählen Welt-Klimakonferenzen aber ein Fortschritt.
00:07:41: Im Pariser Weltklimaabkommen von zwei Tausend Fünfzehn werden fossile Energien zum Beispiel noch nicht mal erwähnt, obwohl sie wissenschaftlich einwandfrei erwiesen die Hauptursache für die Klimakrise sind.
00:07:52: Wir kommen zu unserem zweiten Thema in Hamburg tagen gerade die Teilnehmerinnen des Extremwetter Kongresses.
00:07:59: Wenn ihr den Podcast hört ist der Kongress wahrscheinlich schon vorbei geht von Mittwoch bis Freitag.
00:08:05: wir kommen ja am Freitags raus.
00:08:08: es geht bei der Fachtagung logischerweise um Extremwetterereignisse, die ja aufgrund der Klimakrise häufiger werden und auch heftiger werden.
00:08:17: Die Generalsekriterin der Weltorganisation für Meteorologie Celeste Saulo hat ganz treffend gesagt, die Frage ist nicht ob das nächste extreme Wettereignis kommen wird?
00:08:28: Die Frage ist, ob wir darauf vorbereitet sein werden!
00:08:32: Und an diesem Zitat lässt sich schon ablesen, dass Extremwette auf dem Kongress eben nicht nur aus naturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet und diskutiert wird sondern auch aus gesellschaftlicher Perspective.
00:08:45: Denn ob Naturereignisse wirklich zu Katastrophen werden hängt stark von Frühwarnsystem ab und von Rettungssystem vorm Zustand der Infrastruktur vom Gesundheitssystem wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen vor Ort.
00:09:05: Genau, das trifft auf alle Extremwetterereignisse zu und es ist ja eigentlich bei allen Klimafolgen so dass sie eine sehr große Ungerechtigkeitsdimension enthalten also dass Klima folgen meistens zuerst ärmere Menschen treffen und meistens eben auch heftiger treffen.
00:09:20: Die Extremwettereignnisse mit den verheerendsten wirtschaftliche Folgen sind laut dem AutorInnen eines Forschungsberichts Stürme.
00:09:27: daher lag in diesem Jahr ein Fokus dieser Tagungen auf Stürmen Tornados of Hurricanes und auch auf Gewittern.
00:09:35: Dieser Forschungsbericht, den du gerade schon erwähnt hast, das ist der Weltrisiko-Bericht.
00:09:39: Den gibt es Bündnisentwicklung Hilf zusammen mit der Ruhruniversität Bochum jährlich heraus.
00:09:44: Der wurde am Mittwoch also zu Beginn der Tagung vorgestellt.
00:09:48: Da wollen wir jetzt ein bisschen genauer reingucken!
00:09:50: Genau, also der Weltrisikobericht setzt immer einen Schwerpunktthema in diesem Jahr eben Stürme und beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Naturereignissen dem Klimawandel internationaler Entwicklungen.
00:10:01: Und es gibt auch Handlungsempfehlungen an die Politik für bessere Präventionen und für Hilfsmaßnahmen.
00:10:08: Und ja, Stürm sind wie vorhin schon gesagt von den wirtschaftlichen Folgen betrachtet die teuersten Extrembette Ereignisse und sie sind nach Erdbeben und Extremtemperaturen die tödlichsten Wobei es da das Wasser aus den Sturmfluten ist und nicht der Wind, der die meisten Menschenleben kostet.
00:10:27: Und die Autorinnen des Berichts haben für alle Länder das Risiko berechnet dass eine Katastrophe durch einen Sturm verursacht wird.
00:10:36: Das setzt sich zusammen aus der Exposition und der Vulnerabilität der jeweiligen Bevölkerung.
00:10:42: also bei der Exposition wird gefragt Wie groß ist der Anteil der Bevölkerung, die im Küsten oder über Schwemmungsgebet lebt?
00:10:51: Also wie ist die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis- oder Wirbelstürme in der Region.
00:10:56: Wie hoch steht der Meeresspiegel?
00:10:58: und so weiter?
00:10:59: also... ...wie stark sind die Menschen vor Ort überhaupt solchen Werteereignissen ausgesetzt?
00:11:07: Und Vulnerabilität betrachtet die Bewältigungsfähigkeit von Katastrophen und die Anpassungskapazitäten an Klimawandel folgen wir jetzt steigende Meeresspiegel.
00:11:16: Und
00:11:16: daraus ergibt sich ein Ranking oder eben ein Risikoindex für Stürme und da steht zum Beispiel Deutschland auf Platz Hundertsechzig, also sehr weit hinten.
00:11:26: das größte Risiko haben nach dieser Berechnung die Philippinen gefolgt von Mexiko Madagascar Mauritius und Japan.
00:11:34: Das geringste Risiko Und das finde ich eigentlich fast noch außergekräftiger.
00:11:38: Da ist auf Platz eins Monaco, dann kommt Singapur, Luxemburg, San Marino, Brunei Darussalam Lichtenstein, Finnland, Katar, Kuwait und Andorra Also eine Abfolge von Ländern, die jetzt nicht alle keine Küste haben und deshalb keine Gefährdung haben oder keine so große Gefahr da haben.
00:11:57: Gerade Singapur hat ja sehr viel Küste- und auch tropisches Klima also schon Potenzial für tropische Stürme aber es ist eben auch eines der reichsten Länder der Welt genau wie Luxemburg, Liechtenstein, Katar, Kuhwald und Finnland auch zu den reichten Ländern der Welt zählen.
00:12:13: Und da ist eben das Risiko dafür, dass ein Sturm zur Katastrophe wird viel, viel geringer als in Armenländern mit wenig Bildung.
00:12:20: Schlechteren Frühsebbahnsysteme die nicht alle Menschen erreichen schlechter Gesundheitsversorgung und so weiter.
00:12:26: Wir kommen zu unserem dritten Thema für heute.
00:12:27: und zum Schluss gibt es dann noch eine gute Nachricht und zwar ist der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen in der EU auf einen neuen Höchststand geklettert.
00:12:40: Jeder sechste neu zugelassene Pkw war im Jahr ein E-Auto, auch wenn es dann jetzt erst siebzehn Prozent anders formuliert sind ist der Anstieg beachtlich von null Komma vier Prozent vor zehn Jahren auf eben die siebzen Prozent von Null Komma Vier Prozent vor Zehn Jahren auf eben diese siebzehn Prozent, ich jetzt im vergangenen Jahr und dazu kommen dann nochmal zweiundvierzig Prozent Hybrid Autos.
00:13:12: Deutschland ist nicht ganz vorne mit dabei sondern bewegt sich so immerhin knapp über dem EU Durchschnitt.
00:13:19: am meisten E-Auto Zulassungen gab es in Dänemark, dann in den Niederlanden und Malta.
00:13:26: Am Langsamsten geht es in Kroatien, in der Silvakei und in Bulgarien zu.
00:13:31: Eine Gruppe die sich dieser Entwicklung in Deutschland weitgehend verweigert sind AfD-Wählerinnen.
00:13:38: Klar gesellschaftlicher Fortschritt ist jetzt nicht so deren Ding, Klimaneutralität interessiert sie auch nicht besonders.
00:13:44: aber das bedeutet ja an diesem Fall auch dass Sie selbstwirtschaftlichen Schaden entkauf nehmen oder halt einfach nicht nachrechnen wenn sie sich diesen Technologien verweigern.
00:13:54: Aber wir gehen noch mal einen Schritt zurück.
00:13:55: Am Mittwoch haben Forscherinnen vom Climate Action Research Lab der Universität Freiburg eine Studie veröffentlicht, in der sie den Zusammenhang zwischen der Verbreitung von emissionsarmem Technologien mit der Zustimmung zur AfD untersucht haben.
00:14:09: Ja und da kam raus das E-Autos und auch Photovoltaikanlagen im Kommunen wo viel AfD gewählt wird viel weniger verbreitet sind Und dass wenn der Stimmenanteil für die AfD in einer Region steigt dann dort in der Folgezeit der Anteil von E-Autos und Solaranlagen langsamer steigt als vorher.
00:14:32: Also das bedeutet, dass das Erstärken der AfD vor Ort dazu führt, dass die Energiewende ausgebremst wird.
00:14:39: Wobei es da nicht um die politischen Programme der AfD geht also auch nicht darum, dass sich die AfD in der jeweiligen Region zum Beispiel schon viele Mandate hat Netzausbau auf Verderung und so weiter nimmt, sondern es geht echt um die... Einstellungen der Menschen in ihrem Privatleben.
00:15:00: Ja, die Forschenden haben über einen längeren Zeitraum die Veränderung in über zehntausend Kommunen beobachtet und dabei unter anderem das Einkommen den Urbanisierungsgrad und die Infrastruktur berücksichtigt.
00:15:12: Und sie haben achttausend Bürgerinnen befragt und festgestellt je weiter recht sich die Befragten politisch einordnen desto geringer ist ihre Bereitschaft E-Autos oder Photovoltaikanlagen anzuschaffen.
00:15:24: Bei E-Autos war diese Tendenz stärker als bei der Photovoltaik.
00:15:29: Es ist vielleicht noch mal wichtig zu sagen, dass auch die AfD jetzt die Entwicklungen des emissionsarme Technologien schon immer stärker an Verbreitung gewinnen und immer relevanter werden nicht komplett auffällt aber sie verlangsamt diese Entwicklung und verstärkt damit auch regionale Unterschiede was destabilisierend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sein kann.
00:15:51: Das
00:15:51: war das Klima Update für diese Woche.
00:15:53: Wenn euch der Podcast gefällt, abonniert uns gerne und lasst uns eine Bewertung da.
00:15:57: Und gebt uns auch gerne Feedback!
00:15:59: Ihr könnt uns zum Beispiel in die Mail schreiben an klimaminusupdate at klimareporter.de.
00:16:04: Zum Schluss möchten wir uns noch bei André Mund bedanken, der in dieser Woche für das Klima-Update gespendet hat.
00:16:10: Vielen Dank und ein schönes Wochenende.
00:16:12: Danke, ciao.
00:16:14: Das Klima-Update ist ein Projekt des Klimawissen eV in Kooperation mit der TATS und der Tatspantelstiftung.
00:16:31: Es wird im Wechsel moderiert von Verena Kern, Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz – unser Produzent ist Christian Eichler!
00:16:39: Ihr könnt unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen.
00:16:41: Dazu besucht uns auf www.verein-klimawissen.de.
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