Gaskraftwerke statt Ökostromspeicher, Naturschutzgipfel in Armenien, Abkehr vom Verbrenner-Aus

Shownotes

Stromversorgung, Naturschutz und die Zukunft des Verbrenners: Im klima update° geht es um staatliche Förderung für neue Gaskraftwerke, die Bilanz der Weltnaturschutzkonferenz in Jerewan und Pläne zur Lockerung der europäischen CO2-Regeln für neue Autos. Mit Verena Kern und Susanne Schwarz.

1. Es gibt Phasen, in denen Windräder und Solaranlagen wetterbedingt kaum Strom liefern - und dann? Bei der ersten Ausschreibung zur Absicherung der Stromversorgung hat die Bundesnetzagentur elf Zuschläge erteilt, und zwar ausschließlich für Gaskraftwerke. Stromspeicher kamen nicht zum Zuge, dabei hatte es auch dafür Bewerbungen gegeben. Die Kosten der Förderung sollen Stromkundinnen und Stromkunden über eine neue Umlage tragen.

2. Klimaschutz und Naturschutz hängen eng zusammen. In Armenien ist jetzt die Weltnaturschutzkonferenz zu Ende gegangen. Sie sollte Bilanz ziehen, wie die Umsetzung des historischen Kunming-Montreal-Abkommens vorankommt. Ein zentrales Ziel: Bis 2030 sollen mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Wasserflächen wirksam geschützt sein. Die bisherigen Anstrengungen reichen aber nicht aus.

3. Die europäische Abkehr vom Verbrenner-Aus zeichnet sich immer deutlicher ab: Jetzt hat auch der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments für eine Aufweichung der CO2-Regeln für Neuwagen gestimmt. Damit könnten auch nach 2035 neue Autos mit Verbrennungsmotor auf den Markt kommen. 

Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).

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00:00:00: Europa muss am Beitrag leisten, dass wir den Klimaschutz weiter hochhalten, ambitioniert zu sein.

00:00:05: Aber angesichts der Lage in der Autoindustrie brauchen wir jetzt Pragmatismus!

00:00:09: Manfred Weber, der Chef der mächtigen EVP-Fraktion im Europaparlament erklärt hier gegenüber der Tagesschau warum die Autoindustrie mehr Zeit beim Klimaschutz bekommen soll.

00:00:22: Eines unserer Themen in der heutigen Podcast.

00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Klima Update der Klimanachrichten-Podcast von Klimareporter und der TAS.

00:00:45: Wir sprechen hier jede Woche über die drei wichtigsten Klimaanachrichten.

00:00:50: Mein Name ist Verena Kern, ich bin Chefredakteurin von Klimarreporter.

00:01:09: Das sind heute unsere drei Themen.

00:01:12: Bei der ersten Ausschreibung für neue Kraftwerke zur Sicherung der Stromversorgung haben ausschließlich Gaskraftwerke den Zuschlag erhalten, also nur fossile Anlagen.

00:01:23: Dann gucken wir auf die Weltnaturschutzkonferenz im armenischen Jerewahn – die ist nämlich zu Ende gegangen und zwar mit kleineren Erfolgen immerhin!

00:01:34: Und zum Schluss geht es, wir haben's im Intro gehört um den Umweltausschuss im Europaparlament.

00:01:40: Der hat nämlich stark verwässerte CO-Zwei-Regeln für Verbrennerautos abgenickt.

00:01:45: Diese Woche wurde die erste Staffel von neuen Gaskraftwerken bekannt, die es mit staatlicher Unterstützung in Deutschland geben wird also eine neue fossile Subvention.

00:01:58: der Hintergrund ist die Diskussion um den umgang mit sogenannten dunkel flauten in einem erneuerbaren Stromsystem.

00:02:07: Also was machen wir in den Phasen, in denen die Sonne nicht scheint und kein Wind weht?

00:02:14: Das ist länger passiert also im Sinne von mehrere Tage das es selten Aber das ist mein paar Stundenauftritt, das geschieht schon gelegentlich.

00:02:24: Ja und unsere Welt ist natürlich nicht darauf ausgelegt dass wir sagen na gut machen wir mal alle ein bisschen Digital Detox und die Industrie macht eine Degrowth Pause heute ist mal kein Strom.

00:02:37: Wir wollen immer Strom garantiert haben, auch wenn die Windräder und Solaranlagen kaum Welchen liefern.

00:02:43: Deshalb müssen wir Vorkehrungen

00:02:45: treffen.".

00:02:45: Genau!

00:02:46: Und für Schwarz-Rot mit Katharina Reiche von der CDU als Wirtschaftsministerin heißt es eben vor allem Gaskraftwerk gebauen...die werden aber Nicht einfach so von der freien Wirtschaft gebaut, denn die Energiekonzerne gehen nicht davon aus dass sich das lohnt.

00:03:04: Die Anlagen kommen eben absehbar auf zu wenige Betriebsstunden.

00:03:07: und ja so spielen sie dann eben die hohen Bau- und Fixkosten nicht ein.

00:03:13: Die sind ja nur Lückenbüßer als Lücken-Büßer gedacht.

00:03:15: und genau deswegen gibt es oder soll es dann hier staatliche Unterstützung geben, das funktioniert über Ausschreibungen von denen die Erste jetzt eben stattgefunden hat.

00:03:24: also da mussten die Unternehmen Angebote machen darüber wie viel Fördergeld sie für eine gewisse Strommenge brauchen und die günstigsten haben den Zuschlag bekommen beziehungsweise mussten darüber hinaus auch bestimmte Auflagen erfüllt werden.

00:03:40: Ja

00:03:40: und Dienstag, da hat die Bundesnetzagentur elf Zuschläge erteilt und zwar – wir haben es schon gesagt – ausschließlich für Gaskraftwerke.

00:03:52: Die Kraftwerke müssen von November-Zweitausend-Einunddreißig bis Oktober-Zwei-Tausend-Sächsenvierzig zuverlässig auf Abrufstrom liefern können also fünfzehn Jahre lang.

00:04:06: Alternativ möglich gewesen wären auch Stromspeicher, die in Zeiten von viel Sonne und Wind mit Ökostrom befüllt werden und bei Knappheit angezapft werden könnten.

00:04:18: Das haben sich auch Firmen mit Speichern beworben aber die sind eben nicht zum Zuge

00:04:24: kommen.".

00:04:24: Und das liegt wiederum auch an den Auflagen, die da erfüllt werden mussten also an der Auktion Kontenanlagen teilnehmen die technisch in der Lage ohne Unterbrechungen für zehn aufeinander folgende Stunden mindestens achtzig Prozent der installierten Leistung bereitzustellen und spätestens nach drei Stunden müssen sie dann erneut dazu in der Lage sein.

00:04:45: Das ist eine hohe Hürde für Speicher, Kritikerinnen aus der Erneuerbaren Wirtschaft sagen deshalb diese Bedingungen wurden quasi für Gaskraftwerke maßgeschneidert also das ist politisch gewollt dass keine Stromspeicher zum Zuge gekommen sind die eben auch erneuerbar betrieben werden könnten.

00:05:06: und

00:05:06: andere wiederum sagen, ja wir brauchen aber diese enorme Flexibilität.

00:05:11: Ja in gewissem Maße sagen das zum Beispiel auch ExpertInnen von zb Agora Energiewende oder der DNA Deutsche Energieagentur die betonen dass es um wasserstofffähige Kraftwerke gehen muss.

00:05:29: Das sollen die nun zu Bauenden zwar auch sein, aber der Knackpunkt ist ja Wasserstoff erst recht grüner Wasserstoff.

00:05:37: Den gibt es bisher kaum und wird auch langfristig ein knappes und teures Gut sein das woanders nämlich in der Industrie viel dringender gebraucht wird.

00:05:47: Genau da hast du befürchtet dass am Ende die Gaskraftwerke dann fossil weiterlaufen weil so viele sind das nicht genug Wasserstoff da ist.

00:05:55: denn.

00:05:57: Ja, die Bundesregierung will ich mal sehen.

00:05:59: Die dann sagt wir machen Abstriche bei der Versorgungssicherheit mit Strom wegen der Klimakrise.

00:06:05: also schön wärs aber anzunehmen ist es nicht.

00:06:09: und deshalb wäre halt eigentlich der Ansatz wirklich so wenig wie möglich auf Wasserstoff in Kraftwerken zu setzen und stattdessen eben noch auf Stromspeicher und auch auf Lastenmanagement, also was jetzt gar nichts mit Neubau zu tun hat von Kraftwerken.

00:06:25: Sondern eher damit Anreize zu setzen vor allem natürlich für die großen Industriekunden mehr zu produzieren wenn viel Strom da ist und halt weniger wenn Strom knapp ist.

00:06:36: Ja

00:06:36: und noch ein Punkt der auffällig ist bei den Zuschlägen Die gehen jetzt alle an große Energiekonzerne und vielfach an alte Kohlekraftwerksstandorte, zum Beispiel an die Leak in Brandenburg und Sachsen oder nach Nordrhein-Westfalen an RWE.

00:06:58: Dazu sagen Klimaschützerinnen z.B.

00:07:00: vom BUND solche Umbauten sind eigentlich ineffizienter und unflexibler als ganz neue Gaskraftwerke.

00:07:09: Die sehen das deshalb als fossiles Subventionsprogramm für große Energiekonzerne.

00:07:15: Zahlen müssen am Ende übrigens die Stromkundinnen, also wir alle.

00:07:19: da gibt es eine neue Umlage, die auf der Stromrechnung erscheint.

00:07:23: Es wird noch weitere Ausschreibungsrunden geben.

00:07:26: Mal sehen ob's dann mal ein Stromspeicher auch mit in den Mix-Shift.

00:07:29: Und jetzt unser zweites Thema Letztes Wochenende ist die UN Biodiversitätskonferenz COP-XVII in der armedischen Hauptstadt Jerewahn zu Ende gegangen.

00:07:42: Und dieser Weltnaturschutzgipfel stand unter dem Motto Taken Action for Nature, wir schauen uns jetzt an was die Konferenz gebracht hat, was rausgekommen ist und ob dieses Motto taken action for nature – das ja auch eine Art von Aufforderung beinhaltet ob es tatsächlich eingelöst werden konnte.

00:08:03: Ja, ich überlege gerade, ob wir noch kurz was dazu sagen, warum wir als Klimapodcast so eine Artenschutzkonferenz thematisieren, Artenschutzz Naturschutz?

00:08:12: Ich glaube die meisten von euch würden aber wahrscheinlich sagen das versteht sich von selbst.

00:08:15: Klimaschutz und Artenschütz gehören zusammen Und eine möglichst intakte Natur ist im Extrem wichtig oder nicht zu sagen unverzichtbar eigentlich um die Klimakrise einzudämmen.

00:08:27: und genau das ist auch so.

00:08:29: Ja, genau völlig richtig aber ich denke man kann es nicht oft genug sagen.

00:08:35: Nur mal ein Beispiel gerade ist eine neue Studie im Fachmagazin Nature erschienen die aufzeigt dass der Amazonas Regenwald seit fünfzehn Jahren mehr CO-Zwei in die Atmosphäre abgibt als er aufnimmt ja auch wenn zuletzt die illegale Abholzung deutlich zurückgegangen ist.

00:08:54: Da haben wir auch in unserer letzten Podcastfolge darüber geredet, aber genau es wurde eben viel Regenwald abgeholzt und abgebrannt und auch weil Hitze und Dürren also die Folgen der Klimakrise den Wald belasten das Problem so groß als da sieht man sehr gut wie Naturzerstörung und Klimakrisis sich gegenseitig verstärken in beide Richtungen und deshalb auch gleichermaßen angegangen werden müssen.

00:09:19: dann

00:09:20: lass uns mal über die UN-Artenschutzkonferenz beziehungsweise Biodiversitätskonferens reden.

00:09:26: Zunächst einmal, das ist quasi dasselbe Format wie die UN Klimakonferenzen und es geht auch zurück auf ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen nämlich das Übereinkommen über die biologische Vielfalt Englisch Convention on Biological Diversity kurz CBD.

00:09:49: Beim Klima ist es die Klimarahmen-Konvention.

00:09:52: Und beide Übereinkommen, die sind von twointenundzeinneunzig vor bzw während des sogenannten Erdgipfels von Rio de Janeiro beschlossen.

00:10:04: und das Artenschutzabkommen ist sogar ein paar Monate älter als die Klimarankonvention.

00:10:09: aber das nur am Rande.

00:10:11: Aber anders als bei den Klimakonferenzen, die jährlich stattfinden, treffen sich die Vertragsstaaten der Artenschutzkonvention nur alle zwei Jahre.

00:10:21: Deshalb war es diesmal erst die siebzehnte Konferenz also die COP-sebzehn.

00:10:26: Während beim Klima nächste Woche die UN-Konferenz losgeht da ist es die einunddreißig schon.

00:10:36: Ja und so wie es beim Klimaschutz Das Paris-Abkommen von twentyfünfzehn gibt, so gibt es für den Naturschutz mittlerweile auch ein vergleichbar großes und wichtiges Abkommen.

00:10:45: Nämlich das Kunming-Montrealabkommen von zwei tausend zwanzig.

00:10:50: Ja, das war so.

00:10:50: damals musste der Konferenzort Corona Bedingt von China nach Kanada verlegt werden und deshalb sind eben beide Städte die Chinesische und die Kanadische mit in dem Namen dritten.

00:11:01: Und jetzt bei der Konferenz im armenischen Jerewahn, da ist zum ersten Mal Bilanz gezogen worden wie weit die Länder eigentlich gekommen sind bei der Umsetzung der Ziele, die in dem Kunming Montreal Abkommen formuliert wurden.

00:11:18: Das sind zum einen vier übergeordnete Ziele bis zum Jahr schützen und wiederherstellen, gerechter Vorteilsausgleich, Zusammenarbeit.

00:11:31: Und dann gibt es noch dreiundzwanzig Ziele die bis zum Jahr zwanzig dreißig erreicht sein sollen.

00:11:38: Das bekannteste Ziel das kennt ihr wahrscheinlich auch alle, dass ist das sogenannte Dreißig mal Drei-Sicht-Ziel.

00:11:45: Bis zwanzichdreißig sollen mindestens dreißzig Prozent der weltweiten Land- und Wasserflächen wirksam geschützt werden.

00:11:56: Damals, also in den Jahren die Konferenz in Jere war so eine Halbzeitbilanz nach vier Jahren.

00:12:11: Schon im Vorfeld der Konferenz gab es dazu einen UN-Bericht und er ist zu dem Schluss gekommen dass die Anstrengungen der Vertragsstaaten bislang nicht ausreichen!

00:12:22: um diese Ziele für im Jahr- und Jahrzehnt zu erreichen, um nochmal bei dem Dreißig-Dreißigziel zu bleiben.

00:12:29: Rund ein Fünftel der Landflächen und Binnengewässer ist inzwischen in der einen oder anderen Form für den Naturschutz gesichert.

00:12:37: Bis zum Jahr-und-Jahrzehnten könnten es rund siebenundzwanzig Prozent sein.

00:12:43: Ja das ist gar nicht so schlecht aber auf See sieht viel schlechter aus.

00:12:47: also zehn Prozent sind als Schutzgebiete ausgewiesen Nur etwa drei Komma.

00:12:52: fünf Prozent gelten als wirksam geschützt.

00:12:55: Also es gibt ja auch alle möglichen Arten von Schutzgebieten, die sind nicht alle gleich stark Nicht alle qualitativ gleichwertig.

00:13:06: Ja das heißt auch dort wo Schutz auf der Karte irgendwie steht darf oft weiter zerstörerisch Jetzt im Falle von Meeresschutzgebieten zum Beispiel gefischt werden.

00:13:15: eben

00:13:16: Rückstand sind die Länder auch bei anderen Zielen, zum Beispiel beim Ziel die naturschädigenden Subventionen um jährlich mindestens fünfhundert Milliarden Dollar abzubauen.

00:13:29: Insgesamt liegen diese Subvention nach Angaben der Vereinten Nationen bei zwei Komma vier Billionen Dollar pro Jahr und diese Zahlungen fließen vor allem für die Landwirtschaft.

00:13:43: Energienutzung aus fossilen Quellen muss man natürlich sagen.

00:13:47: Andere Berechnungen kommen sogar zu noch höheren Summen, je nachdem was man damit einrechnet.

00:13:54: Die Länder hätten schon letztes Jahr diese Subventionen identifizieren und dann darlegen müssen, wie sie diese Subventionen abbauen oder reformieren wollen.

00:14:06: Das ist ja die Voraussetzung dafür dass man im Jahr Die große Mehrheit der Länder, vierundachtzig Prozent hat das eben nicht getan.

00:14:21: Ja und Deutschland auch nicht!

00:14:23: Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner von den Grünen hat die Bundesregierung vor dem Naturschutzgipfel in Jerewan gefragt wie weit sie dann mit dem Abbauschädliche Subvention gekommen sei?

00:14:34: Und die Antwort war zur umweltschädlichen Subvention liegt keine Definition oder Auflistung vor.

00:14:41: Mit anderen Worten ist noch nichts unternommen worden.

00:14:45: Man kann sagen, die Ausgangslage für die Konferenz in Jerewaan war wirklich nicht sehr gut.

00:14:52: Zwei Wochen ist dort verhandelt worden Und das kennen wir ja auch von Klimakonferenzen, man ist nicht pünktlich fertig geworden.

00:15:01: Eigentlich sollte die Konferenz am Freitag, der Dreißigste Oktober enden und dann wurde die ganze Nacht durchverhandelt.

00:15:08: und am Samstag, der Eintritt, da gab es doch eine gemeinsame Abschlusserklärung.

00:15:14: schon ein gewisser Erfolg!

00:15:16: Das Sekretariat der UN-Biodiversitätskonvention sagt, die Vertragsstaaten hätten fünfzig Beschlüsse gefasst.

00:15:26: Gar nicht so schlecht!

00:15:27: Viele betreffen technische Fragen, die natürlich auch wichtig sind, aber der ganz große Durchbruch ist eben nicht erzielt worden.

00:15:36: Das zentrale Ergebnis ist der sogenannte Jerewan Pathway – Jerevan Pfad Der legt Prioritäten bis zu den abbaunaturschädlichen Subventionen, mehr Unterstützung für Entwicklungsländer und eine stärkere Überprüfung der Fortschritte.

00:15:56: Also so eine Art Aktionsplan damit man in den nächsten vier Jahren doch noch das hinkriegt was man in die letzten vier Jahre nicht hingekriegt

00:16:05: hat.".

00:16:08: Auf Arbeitsregeln für ein neues Gremium geeinigt, das indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften mehr Mitsprache geben soll.

00:16:17: Das ist wirklich ein wichtiger Punkt und ja auch nichts unterschätzender Erfolg.

00:16:23: Bei den Finanzen sieht es viel schlechter aus.

00:16:25: Überraschung!

00:16:26: Nur US dollar an zusätzlichem Finanz zu sagen wurden verkündet.

00:16:32: Das ist wirklich sehr, sehr weit entfernt von den Zweihundert Billiarden Dollar jährlich die im Jahr zwanzig dreißig für den Artenschutz mobilisiert werden soll.

00:16:42: Und die natürlich auch ärmeren Ländern zugutekommen sollen damit sie die Mittel haben ihre Natur zu schützen.

00:16:49: Die EU hätte gerne das auch reiche Schwellenländer wie China oder die Golfstaaten zu Geberländern werden und sich an der Finanzierung beteiligen aber die wollen es nicht.

00:17:01: Ja, auch darüber oder über ähnliche Problematiken wenn wir glaube ich irgendwie in den nächsten Wochen nochmal sprechen.

00:17:07: Denn genauso ist es ja beim Klimaschutz auch.

00:17:09: also... Genau!

00:17:09: Auch da gibt's bei der Klimafinanzierung diese Diskussion und auch da deutet sich ja noch nicht so richtig eine Lösung an.

00:17:18: Reiche Schwellenländer wie China wollen allenfalls freiwillig eben was dazu beitragen aber sich zu keiner Zahlung verpflichten lassen?

00:17:26: Ja genau Ja, und noch ein letzter Punkt in der Abschlusserklärung.

00:17:33: Der wird auch Bezug genommen auf den Klimawandel.

00:17:37: Das war auch vor zwei Jahren bei der vorherigen Konferenz in Kolumbien der Fall.

00:17:43: Und da wurde noch gesagt In der Abschlusserklärung Artensterben- und Klimawandel gehören zusammen und müssen dringend adressiert werden.

00:17:53: ja durch diese Formulierung die fehlt diesmal Man verweist darauf, dass Länder naturbasierte Lösungen stärken können.

00:18:01: Also alles ziemlich wage.

00:18:04: und noch eine weitere Sache der Verweis auf das wirklich bahnbrechende Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von letzten Jahr.

00:18:13: Das hat es nicht in die Abschlusserklärung geschafft.

00:18:17: nochmal zur Erinnerung dieses Gutachten hat gesagt alle Staaten sind verpflichtet eher geizigen Klimaschutz zu betreiben Und Länder, die stark von Klimawandelfolgen betroffen sind, sollen künftig Schadenersatz von großen Emittenten fordern können.

00:18:34: Länder wie Brasilien, die Pazifischen Inselstaaten und auch die EU wollten diesen Verweis in der Abschlusserklärung haben aber Länder wie Russland, Saudi-Arabien und Indien haben das verhindert.

00:18:48: So noch zum Abschluss... Die nächste Artenschutzkonferenz, auch das ist da auf der Injerewahn beschlossen worden.

00:18:56: Die wird in zwei Jahren in Ecuador

00:18:58: stattfinden.".

00:18:58: Wir kommen zu unserem dritten und letzten Thema für heute – die Pläne für eine Abkehr vom sogenannten Verbrenner aus haben im Europaparlament die nächste Hürde genommen.

00:19:09: Also jetzt haben auch die Abgeordneten im Umweltausschuss des EU-Parlaments dafür gestimmt, die Regeln für Autobauer zu lockern also den Klimaschutz zu schwächen.

00:19:19: Also das ist jetzt damit zwar immer noch nicht das letzte Wort, nicht mal im EU-Parlament.

00:19:24: Aber halt ein wichtiges denn der Umweltausschuss, der es federführend bei dem Thema und man sollte meinen er ist auch der ambitionierteste in Öko fragen.

00:19:33: also man kann sagen wenn der jetzt schon nachgibt dann gibt's da jetzt wirklich nicht mehr ein progressives Gremium dass danach irgendwie Schwung pro Klimaschutz reinbringt in den ganzen Prozess.

00:19:45: Immerhin will der umweltauschuss auflagen für grünen Stahl in neuen Autos einführen.

00:19:51: Das

00:19:51: Verkaufsverbot für neue Verbrenner geht auf die europäischen Flottengrenzwerte zurück, die festlegen wieviel Kohlendioxid, CO², die Neuwagen eines Autobauers im Jahresdurchschnitt ausstoßen dürfen also nicht jedes einzelne Fahrzeug sondern auch von denen der Durchschnitt.

00:20:15: Die EU

00:20:26: Kommission hat auf Druck der Industrie schon letzten Dezember vorgeschlagen, die Regeln aufzuweichen.

00:20:33: damit eben auch nach zwei Tausendfünfunddreißig noch neue Autos mit verbrenner Motor auf den Markt kommen können.

00:20:39: Die Verhandlungen laufen nun sowohl im Europaparlament als auch im Rat der siebenundzwanzig EU-Länder und in Dezember stimmen die jeweils ab, dann gibt es noch Verhandlungen zwischen Parlament und Rat.

00:20:53: Ja und was hat der Umweltausschuss sich jetzt für das Parlament ausgedacht?

00:20:59: Vielleicht noch mit der Beigabe, dass das Parlament sich in der Regel dem federführenden Ausschuss anschließt.

00:21:06: Die CO-Zweigrenzwerte sollen anstatt auf Null um höchstens ninety-fünf Prozent im Vergleich zu zwanzig einen Zwanzig sinken.

00:21:15: Wenn Hersteller Grünen also mit weniger fossiler Energie produzierten Stahl verbauen dann soll ihr individueller Grenzwert noch weiter sinken auf bis zu sieben und achtzig, fünf Prozent im Vergleich zu zwanzig-einenzwanzig.

00:21:32: Ja, der Ministerat zeichnet sich ja eine klimapolitisch noch schwächere Position ab vorangetrieben von Deutschland by the way.

00:21:40: also Kanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron haben sich da kürzlich auf einen Kompromiss geeinigt.

00:21:45: die sind natürlich nicht der Ministerrat oder der EU Rat aber eben gewichtige Stimmen.

00:21:52: wir haben neulich im Klima Update auch schon drüber gesprochen.

00:21:55: Die Kurzfassung vielleicht jetzt nochmal, Sie wollen jetzt nur neunzig Prozent CO-Zweilminderung bis zu zwei Tausendfünfunddreißig.

00:22:03: Also noch mal fünf Prozentpunkte weniger ist der Umweltausschuss und zwar ganz ohne irgendwelche Bedingungen wie grünen Stahl in Autos oder so.

00:22:13: Und soll es auch noch weitere Tricks geben mit denen die Industrie des Reduktionsziel noch weiter verwässern könnte.

00:22:19: Ja, an diesem Punkt hat Frankreich Deutschland nachgegeben und die Bundesregierung hat sich dafür bei einem anderen Thema bewegt.

00:22:26: Und zwar sollen die Anforderungen für den Anteil von in Europa produzierten Autobau-Teilen schrittweise hochgefahren werden.

00:22:34: ja also es gibt da schon noch was zu verhandeln zwischen Ministerat zwischen EU Regierungen und dem EU Parlament.

00:22:42: Die grundsätzliche Linie ist aber klar.

00:22:44: Also die Zeichen stehen auf Abkehr vom Verbrenner aus

00:22:48: Und das war das Klima-Update für diese Woche.

00:22:52: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:22:54: Wenn euch der Podcast gefällt, abonniert uns gerne und lasst auch eine Bewertung und Feedback da.

00:23:00: Ihr könnt uns auch eine Mail schreiben nämlich an klimaminusupdate at klimareporter.de.

00:23:08: Und zum Schluss möchten wir uns noch bei allen bedanken die regelmäßig für das Klimaaupdate spenden.

00:23:14: Unser Dank geht an Heiko Pachel Angelika Göse, Alessandro Speziale, Julian Scheurer, Roland Monsonius, Harald Manns, Nuri Ehrenstein, Michael Raddatz, Patrick Seber, Sebastian Baywinkel, Kai Zitzmann, Helmut Frieder Daniel Holderbach, Roy Kevenor Philipp Dressler, Saskia Reinbeck, Hilmar Hins, Franz Baumann, Bernd Föhringer, Lukas Pechtholdt, Hugo Bahndorf, Ralf Busberg, Friederike Benjes, Marco Roscher, Armin Kreiser, Nils Jansen, Heiko Jessen, Matthias Lamm.

00:24:01: Die uns alle regelmäßig

00:24:03: mit einer Spende unterstützen

00:24:04: und vielen Dank auch an Pascal Nolderik für die Spende dieser Woche.

00:24:09: Danke auch von mir, ciao!

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